Aston Martin DB2 auf der Mille Miglia.

Reiche Modell-Historie, karge Finanzlage. Aston Martin wist für 2014 Rekordverlust aus. Bild: Mille Miglia

Erst vor wenigen Tagen hatte Aston Martin mit der Nachricht aufgeschreckt, dass 300 von 2.100 Stellen gestrichen werden. Der Großteil davon am Stammsitz im nordenglischen Gaydon. Nun wird sichtbar, warum Firmenchef-Chef Andy Palmer, der im Herbst 2014 die Führung der britischen Marke übernommen hat, zum personellen Kahlschlag ansetzt: der Autobauer hat 2014 den Verlust auf 72 Millionen britische Pfund nahezu verdreifacht.

Die Nachricht trifft die Traditionsmarke in einer Phase des technolgischen Aufbruchs. Derzeit entwickelt der Hersteller das Crossover-Modell DBX, mit dem man auch auf das Feld der Elektromobilität einsteigen möchte. Zudem soll die Produktpalette der Marke im Rahmen des von Palmer aufgelegten “Second Century Plan” runderneuert werden, ebenfalls auf dem Programm steht die Wiederbelebung der Luxusmarke Lagonda. Mit den neuen Modellen strebt die Traditionsmarke mittelfristig einen jährlichen Absatz von 10.000 bis 15.000 Einheiten an. Im vergangenen Jahr waren es 4.000 verkaufte Autos.

Die Traditionsmarke kämpft seit Jahrzehnten mit existenziellen Problemen. Zur Verwirklichung von Palmers Plan haben die wichtigsten Investoren, darunter der italienische Fonds Investindustrial sowie Dar und Adeem Investment aus Kuwait, rund 500 Millionen Pfund an frischem Kapital zur Verfügung gestellt. Einer der wichtigsten Partner von Aston Martin ist Daimler. Von der Mercedes-Tochtergesellschaft AMG beziehen die Briten Motoren und Antriebstechnologie. Im Gegenzug hat Daimler ein Anteil von 5 Prozent an Aston Martin erhalten.

Alle Beiträge zu den Stichwörtern Aston Martin Finanzergebnis

fv