Ford_Explorer_Abgasproblem

Auch Besitzer des aktuellen Ford Explorer klagen über gesundheitliche Probleme im Fahrzeug. Vermutlich werden diese durch Abgase ausgelöst, die ins Wageninnere gelangen. Bild: Ford

| von Frank Volk

Das Problem hält den Autobauer und vor allem Besitzer von Modellen des populären SUV Explorer der Baujahre 2011 – 2017 seit über einem Jahr buchstäblich in Atem: erstmals hatte es im Juli 2016 Klagen von Fahrern über merkwürdige Gerüche im Auto gebe.

Der Verdacht, dem auch die Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA seither nachgeht: möglicherweise gelangen über die Klimaanlage Abgase ins Fahrzeuginnere. Betroffen davon sind auch auf dem Explorer basierende Polizeifahrzeuge. In einem der schwerwiegendsten Fälle hatte ein Polizist in einem Einsatzfahrzeug vermutlich aufgrund der Abgase das Bewusstsein verloren. Aktuell haben zwei  Polizei Departments ihre Autos aus dem Verkehr gezogen.

Seit Beginn der NHTSA haben sich laut einem Bericht der Detroit News 2.719 Explorer-Besitzer gemeldet. Die Klagen reichen von Übelkeit über Kopfschmerzen bis hin zu allergischen Reaktionen bei Menschen mit Atemwegproblemen.

Woher die Belastungen kommen, konnte bislang aber nicht geklärt werden, bei Messungen habe es keine Auffälligkeiten gegeben. Durch die Vielzahl der Klagen hat die NHTSA nun aber ihre Untersuchungen weiter intensiviert. Ford seinerseits beharrt darauf, dass mit den Fahrzeugen alles in Ordnung sei. Die Probleme explizit bei den Polizeifahrzeugen sieht man in der Umrüstung des Modells.

Dessen ungeachtet bietet der Autobauer nun Nachbesserungen bei der Klimaanlage an, zudem werden Abdichtungen am Heck der Fahrzeuge überprüft und erneuert. Dadurch wolle man vorsorglich die Gefahr weiter minimieren, dass Abgase ins Fahrzeuginnere gelangen können. Ob das genügt, einen drohenden Massenrückruf zu vermeiden, wird sich zeigen.

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