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Audi will mit einem neuen Fitnessprogramm an vielen Stellen sparen, bei der Produktentwicklung und durch den Einkauf von Teilen im Ausland, in der Produktion und bei den Investitionen in neue Standorte im Ausland. Bild: Audi

Einen Tag vor dem offiziellen Beginn der Werksferien werden nach Informationen der Wirtschaftswoche die 50.000 deutschen Audi-Beschäftigten im Laufe des morgigen Tages (Donnerstag, 31.7.) auf das genannte Fitnessprogramm “Business 2.0″ eingestimmt. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen solle dieses “steigende Ausgaben und zunehmende Unsicherheiten auf der Erlösseite kompensieren”, wie Vorstandschef Rupert Stadler in einem Brief an die “lieben Audianer” ausführt, der der WirtschaftsWoche nach eigenen Angaben vorliegt.

Vor dem Hintergrund der unsicheren Wirtschaftslage in Russland, strukturellen Problemen der Wirtschaft in Brasilien und Südafrika sowie der nachlassenden Konjunktur in Deutschland sei nun eine gezielte Feinsteuerung erforderlich, um weiterhin renditestark zu bleiben. Audi sei zwar auf einem guten Weg, “doch wer mehr Autos verkauft, verdient damit nicht automatisch mehr Geld”, so Stadler der Zeitschrift zufolge. Bereits im ersten Quartal war die operative Marge von Audi im Vergleich zum Vorjahr um einen Punkt auf 10,1 Prozent gesunken. Nach unbestätigten Informationen aus dem Unternehmen habe sich die Ertragslage im zweiten Quartal trotz steigender Absatzzahlen nicht gebessert. Details sollen am Freitag (1.8.) bekannt gegeben werden.

Sparen will Audi dem Bericht zufolge an vielen Stellen, bei der Produktentwicklung und durch den Einkauf von Teilen im Ausland, in der Produktion und bei den Investitionen in neue Standorte im Ausland. Zugleich soll Marketing- und Vertriebschef Luca de Meo die Preispositionierung der Marke Audi verbessern: In einigen Märkten fahren die Autos mit den vier Ringen vergleichbaren Fahrzeugen von Mercedes und BMW preislich immer noch hinterher.

Ein konkretes Einsparziel hat der Audi-Vorstand nach Informationen der WirtschaftsWoche nicht definiert. Auch solle das Fitnessprogramm „Business 2.0“ keine Auswirkungen auf die Personalplanung haben: Wie geplant würden noch in diesem Jahr in Deutschland 3000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

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Wirtschaftswoche/ks