BMW China

BMW gibt dem Druck der chinesischen Regierung nach und senkt die Preise für Ersatzteile. Bild: BMW

Um den Zugang zu Ersatzteilen zu verbessern hat der Premiumhersteller Outlets für Fahrzeugkomponenten eingerichtet. Dort können unabhängige Werkstätten die BMW-Originalteile günstiger einkaufen. Solche Verkaufsstellen gibt es in denn Städten Guangzhou und Hangzhou, weitere sind in Planung.

Die Münchener stehen ebenso wie andere Autobauer im Visier der chinesischen Behörden, die Vorwürfen über zu hohe Preise nachgehen. Ausländische Hersteller spielen eine überragende Rolle auf dem Automarkt im Reich der Mitte, stehen allerdings auch seit längerem in der Kritik. In chinesischen Staatsmedien wurde ihnen vorgeworfen, für Ersatzteile zu viel Geld zu verlangen und den Verkauf von Autoteilen zu kontrollieren. Audi und Chrysler stehen in China wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens sogar Strafen ins Haus.

Die japanische Nobelmarke Lexus will noch die Gespräche mit der National Development and Reform Commission (NDRC) abwarten, bevor sie ebenfalls ihre Ersatzteilpolitik ändert. Man stehe dabei in engem Kontakt mit der Behörde, betonte ein Lexus-Sprecher. An der NDRC führt für ausländische Autobauer kaum ein Weg vorbei. Oft ist sie in die Genehmigungsverfahren von Großinvestitionen eingebunden. Monopolstrafen sind ein anderes scharfes Instrument der Beamten. Bis zu zehn Prozent des Umsatzes darf die mächtige Behörde Unternehmen bei Verstößen als Strafe aufbrummen. Bei einer umfassenden Zusammenarbeit mit der NDRC darf die Kommission aber Milde walten lassen.

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Gabriel Pankow / Dow Jones Newswires