Bei der 12. Internationalen Karosseriebau-Benchmark-Konferenz im Audi Forum Neckarsulm nahm

Bei der 12. Internationalen Karosseriebau-Benchmark-Konferenz im Audi Forum Neckarsulm nahm Werkleiter Albrecht Reimold von Franziska Moennig, Direktorin des Präsidiums vom ?Automotive Circle die begehrte Auszeichnung des Netzwerks für Karosseriebauexperten entgegen.

Über 500 Experten und eine Fachjury vergaben Bestnoten für das Spitzenmodell von Audi: Im Rahmen der „12. Internationalen Karosseriebau-Benchmark-Konferenz“ gewann der Audi A8 den bedeutenden Preis für innovativen Karosseriebau „Euro Car Body Award“.Einmal im Jahr treffen sich die führenden Karosserieexperten im hessischen Bad Nauheim. Dann diskutieren sie über Trends, nehmen zahlreiche Rohkarosserien und Serienfahrzeuge unter die Lupe und prämieren als Höhepunkt die innovativste Serienkarosserie der Welt. Beim diesjährigen Event des „Automotive Circle International“ Ende Oktober 2010 kamen 520 Spezialisten aus 22 Ländern zusammen. Gemeinsam mit einer Fachjury bewerteten sie 14 aktuelle Serien-fahrzeuge. Das Ergebnis: Der Audi A8 gewinnt mit einem Rekordergebnis. Er landet mit 41,11 von maximal 50 Punkten souverän auf dem ersten Platz.

Das Oberklasse-Modell aus Neckarsulm überzeugt insbesondere mit seiner Leichtbaugüte, dem Verhältnis aus Karosseriegewicht und Torsionssteifigkeit. Die nur 231 Kilogramm schwere Aluminiumkarosserie fällt etwa 40 Prozent leichter aus als eine vergleichbare Stahlvariante. Außerdem bietet sie eine noch nie erreichte Leichtbaugüte, die 20 Prozent über der des Vorgängers liegt. Als Besonderheit folgt die Karosserie in Aluminium Space Frame-Bauweise (ASF) bionischen Prinzipien. Wie die Knochen eines Skeletts vereinen alle Komponenten optimale Funktion mit geringem Gewicht. Dabei kommen 13 Aluminiumgüten zum Einsatz, immer nach der Prämisse: Das richtige Material an der richtigen Stelle.

Neben den überzeugenden Karosserieeigenschaften würdigt die Euro Car Body-Auszeichnung das zukunftsweisende Prozess-, Produktions- und Fabrikkonzept, sowie das Know-how von Audi bei Material- und Fügetechnik.

So verwendet Audi im Präzisions-Karosseriebau am Standort Neckarsulm verschiedene mechanische und thermische Fügeverfahren: 1.847 Stanzniete, 632 selbst furchende Schrauben, 202 Schweißpunkte, 25 MIG-Schweißnähte, sechs Meter Laserschweißnähte sowie 44 Meter Klebenähte fügen die Karosserie zur hochfunktionalen Einheit.

Darüber hinaus spielt bei der Bewertung der real erlebbare Kundennutzen eine wesentliche Rolle. Dabei gehen die hervorragenden Crashtest-Ergebnisse des A8 ebenso ein wie die überzeugenden Werte bei Aerodynamik und Akustik. Auch Reparaturkonzept und Kaskoeinstufung werden berücksichtigt. Der erste Platz des Audi A8 spiegelt also die hohe Qualität und den ganzheitlichen Ansatz bei der Karosserieentwicklung wider.

Bereits 2003 gewann die damalige Audi A8-Generation den renommierten Preis. Auch 2006 und 2008 gingen die Siegestrophäen nach Ingolstadt, zunächst für den Audi TT, dann für den Audi Q5. Als weitere Beispiele für die Audi Karosseriebau-Kompetenz lassen sich die 1994 debütierte erste A8-Generation anführen, die erste Oberklasselimousine mit Aluminiumkarosserie. Auch Modelle wie der Audi R8 Spyder mit beachtlichem CFK-Anteilen besetzen Führungsrollen. Diese Ansätze wird Audi auch in Zukunft weiter ausbauen und die Themen Leichtbau und Mischbauweise zentral positionieren. Hinzu kommen überraschende Themen mit zukunftsweisenden Technologien.

„Der Leichtbau ist eine zentrale Kernkompetenz von Audi“, betonte Werkleiter Albrecht Reimold: „Die
Auszeichnung gibt uns erneut die Bestätigung, dass wir in diesem wichtigen Zukunftsfeld mit unserem Karosseriekonzept weltweit Benchmark sind.“ Nach den Erfolgen für das Vorgängermodell des Audi A8 (2003), den Audi TT (2006) und den Audi Q5 (2008) holt der Autobauer den „Euro Car Body Award“ bereits zum vierten Mal. Damit hat Audi mehr Siege auf dem Konto als alle anderen Hersteller.

„Der A8-Karosseriebau am Standort Neckarsulm hat uns voll und ganz überzeugt“, betonte Franziska Moennig, Direktorin des Präsidiums vom „Automotive Circle International“.