Rupert Stadler breit

Audi-Chef Stadler: ein Van ist für die Ingolstadter kein Thema. Bild: Audi

Rupert Stadler breit

Um die hohe Nachfrage nach den Fahrzeugen zu bedienen, fährt Audi Sonderschichten. Allein in diesem Jahr will der Autohersteller 17 neue Modelle und Derivate auf den Markt bringen. “Wir zünden dieses Jahr die zweite Stufe unserer Modelloffensive”, sagte der Audi-Chef Rupert Stadler auf der Hauptversammlung am Hauptsitz in Ingolstadt.

Audi will bis 2018 rund 22 Milliarden Euro in neue Modelle und Technologien sowie in den Ausbau der internationalen Fertigungsstrukturen investieren. Das Unternehmen baut derzeit neue Werke in Brasilien und Mexiko.

Audis Gewinnspanne wird im laufenden Jahr nach der Schätzung des Konzerns leicht schrumpfen: Angesichts der hohen Investitionen hatte der Autobauer bereits Anfang Mai eine operative Rendite “im Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent” in Aussicht gestellt. Finanzvorstand Axel Strotbek bekräftigte am Donnerstag diese Schätzung. Schon 2013 hatte Audi bei der Marge Einbußen hinnehmen müssen. Mit 10,1 Prozent lag die Rendite damals gleichwohl noch leicht oberhalb der Zielspanne.

Der Ausbau des Produktionsnetzes und etwa “zunehmende Vorleistungen für neue Produkte und Technologien” wirkten im laufenden Geschäftsjahr zunächst ergebnisbelastend”, so Audi. Zugleich aber dürften Produktivitätsverbesserungen und die geplante Absatzsteigerung “positive Impulse” setzen. Audi hatte schon im Jahr 2013 mit gut 1,57 Millionen verkauften Autos vor allem wegen großer Zuwächse in China und den USA so viele Fahrzeuge wie noch nie verkauft.

Die VW-Tochter verschafft sich damit im Kampf mit den deutschen Rivalen BMW und Mercedes-Benz eine solide Ausgangsposition. Audi will die Marktführerschaft im Premium-Segment bis zum Jahr 2020 von dem derzeitigen Primus BMW übernehmen. Doch auch Mercedes-Benz strebt an, bis zu dem Jahr Marktführer in der Oberklasse zu werden.

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Dow Jones Newswires / Andreas Karius