Audi Q6

Audi bläst zur Offroad-Offensive. Der geplante Q6 soll schon ab 2016 an den Start gehen und in Mexiko vom Band laufen. - Bild: Auto Bild/Larson

Das sagte Audi-Chef Rupert Stadler dem “Handelsblatt” (Dienstag). Heute machen Geländewagen rund 25 Prozent des Audi-Absatzes von 1,45 Millionen Autos aus.

Die Ingolstädter planen vier neue Geländewagenmodelle, darunter einen Q4, einen Q6 und auch einen extragroßen Q9. Damit reagiert die Volkswagen-Tochter wie der Rivale BMW auf die steigende Nachfrage in den Schwellenländern nach den Offroadern. Die beiden bayerischen Autohersteller haben ihr SUV-Angebot schneller ausgeweitet als Mercedes und ihren Vorsprung auf die Schwaben ausgebaut.

Auch die Konzernmutter Volkswagen lässt sich nicht lumpen und plant mit dem CrossBlue einen XXL-Tiguan im XXL-Format. Die Studie ist länger als ein VW Touareg und soll sieben Personen bequem Platz bieten.

Edel-Geländewagen von Q6 bis Q9

Bevor Audi den neuen Q5 ab 2017 ins Rennen schickt, soll zunächst der Q6 anlaufen. Einem Medienbericht zufolge wird das neue Modell schon ab 2016 an den Start gehen. Produziert wird der Q6 im neuen Werk San José Chiapa in Mexiko. Damit ist das sportliche SUV das erste Modell, das von Audi in Mittelamerika vom Band rollt.

Ungewöhnlich: Der Q6 basiert auf dem nächsten Q5, der erst 2017 kommt. Zunächst sollen maximal 50.000 Einheiten produziert werden, damit bis zum Start des Q5 zwölf Monate später mit den beim Q6 gemachten Erfahrungen alle Kinderkrankheiten beseitigt sind.

In Russland ist heute jedes zweite Oberklassenfahrzeug ein Offroader, in China jedes dritte. Das stärkste Wachstum erhofft sich Audi auf dem US-Markt, wo BMW immer noch dreimal mehr Autos verkauft als Audi. “Unsere Aufholjagd ist im vollen Gange”, sagt Stadler. Audi baut derzeit eine Fabrik für den Geländewagen Q5 in Mexiko.

Druck aus Wolfsburg nimmt zu

Obwohl Audi am morgigen Dienstag in Ingolstadt neue Rekordzahlen vorlegen wird, ist die Mutter in Wolfsburg nicht zufrieden. Die VW-Granden hatten im vergangenen Jahr den halben Vorstand ausgetauscht. ?Audi muss aggressiver werden? lautet die Ansage.

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dpa/Handelsblatt/Guido Kruschke