Audi-Chef Bram Schot

Audi-Chef Schot sieht Krise und Chance bei Audi: Da 2019 die zweite gesetzliche Stufe beim neuen Messverfahren WLTP greife, würden die Risiken "2019 natürlich nicht kleiner, sondern größer", so Schot. Die Elektromobilität ist laut schot Audis Chance, Führung zu übernehmen. Bild: Audi

Der neue Audi-Chef Bram Schot sieht sein Unternehmen in einer ernsten Krise. Wie die Wirtschaftswoche in ihrer jüngsten Ausgabe berichtet, warnte der Manager während einer Mitarbeiterversammlung in Ingolstadt vor neuen Herausforderungen im kommenden Jahr.

Da 2019 die zweite gesetzliche Stufe beim neuen Abgasmessverfahren WLTP greife, würden die Risiken "2019 natürlich nicht kleiner, sondern größer", sagte Schot laut dem Blatt. Audi war es im laufenden Jahr bei vielen Modellen nicht gelungen, sie nach dem neuen Abgasmessverfahren WLTP zuzulassen. Dadurch brach der Absatz ein. Auch in Zukunft gebe es "weiter große Risiken beim Absatz", so der Audi-Chef.

Auch die Reputation der Marke mit den vier Ringen hält Schot für verbesserungswürdig. Und das sei „nicht nur wegen Diesel und nicht erst seit Diesel" der Fall. Unterdessen kommt Audi mit seinem ersten Elektroauto, dem Geländewagen E-tron voran. Laut Schot liegen inzwischen rund 20.000 Vorbestellungen vor, im Oktober hatte der Autobauer noch von rund 10.000 Vorbestellungen in Europa gesprochen. Laut Schot will Audi im ersten Halbjahr 2019 zwei weitere E-Modelle ankündigen. Die Elektromobilität sei Audis Chance, Führung zu übernehmen, betonte der Manager.