Audi Prologue

Audi Prologue Avant auf dem Genfer Autosalon. – Bild: Grundhoff; pressinform

Stärker denn je, so Audi-Chef Rupert Stadler, treiben attraktive Modelle und die Technologieführerschaft die Verkäufe der Marke voran. Im vergangenen Jahr hätte Audi viele Maßstäbe gesetzt und werde mit Hochdruck daran arbeiten, diese Innovationsoffensive weiterzutreiben.

Ein wichtiger Mann auf dem Weg dahin: Design-Chef Marc Lichte arbeitet seit Februar 2014 an der neuen Design-Sprache der künftigen Modelle und möchte nach eigenen Aussagen “unsere Technik noch stärker betonen”. Den jüngsten Ausblick gab er in Genf vergangene Woche mit der Studie “Audi prologue Avant”. Die ersten Produkte in seiner Design-Sprache werden 2017 die neuen Modelle Audi A8, Audi A7 und Audi A6 sein, kündigte Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg an.

Audi erwirbt Patente von Ballard Power Systems

Um dem Audi-Slogan “Vorsprung durch Technik” neue Lebensgeister einzuhauchen, hatte Audi erst vor vier Wochen strategisch eine ganze Reihe strategisch wichtiger Patente von dem kanadischen Spezialisten für umweltfreundliche Energien, Ballard Power Systems Inc., erworben. “Damit stärken wir unser breit gefächertes Patent-Portfolio und verschaffen uns einen entscheidenden Vorsprung in der weiteren Entwicklung der Brennstoffzellen-Technologie”, so Hackenberg. Die in dem Prototypen Audi A7 h-tron quattro vorgestellten Technologien seien inzwischen reif für die Serienentwicklung, so Hackenberg.

Ganz nebenbei gab Hackenberg eine weitere Verzögerung des Audi-Flaggschiffes A8 bekannt: “Der neue Audi A8, den wir für 2017 planen, wird das erste Modell sein, mit dem wir vom assistierten zum pilotierten Fahren übergehen. So hat er einen Staupiloten an Bord und beherrscht das pilotierte Parken. Damit steht der neue Audi A8 für einen Paradigmen-Wechsel.” Die Branchen-Experten hatten das Auto eigentlich im Jahre 2016 erwartet.

Audi prologue piloted driving gibt Ausblick auf künstliche Intelligenz im Auto

Grundlage für das pilotierte Führen des Autos seien Radar-, Laser- und Ultraschall-Sensoren, sowie Kameras am Auto. Auf diese Weise werde ein präzises Abbild der Verkehrs-Situation generiert, um ein stabiles, redundantes System zu schaffen, das alle Situationen des Straßenverkehrs beherrscht. “Mit dem Audi prologue piloted driving geben wir bereits heute einen Ausblick auf künstliche Intelligenz im Auto. Der Audi prologue lernt mit jedem Kilometer dazu und speichert sein Wissen in einer Daten-Cloud. Künftig werden sich unsere Autos ständig mit dem Wissen aus der Cloud abgleichen.” Audi testet das pilotierte Fahren bereits in Deutschland, USA und Asien.

Ein weiteres Highlight aus dem Hause Audi kündigte Hackenberg für Anfang 2018 an: ein batterie-elektrisches Sports Activity Vehicle im Oberklasse-Segment mit einer Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Es soll sich in die e-tron-Reihe gesellen und steht wie der neue Q7 auf der zweiten Generation des Modularen Längsbaukastens. Dieser ist von Anbeginn an darauf ausgelegt, unterschiedliche Antriebs-Arten zu verwenden, die auf der gleichen Produktionslinie wie die herkömmlichen Modelle produziert werden.

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Aus Ingolstadt berichtet Bettina Mayer