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Luca de Meo: "Audi erzielte 2013 in über 40 Märkten weltweit historische Bestmarken. Und wir wollen in diesem Jahr weiter wachsen." - Bild: Audi"

“Unser Ziel ist es, in diesem Jahr zu wachsen”, sagte Vertriebsvorstand Luca de Meo am Rande der Automesse in Detroit. Laut Vorstandschef Stadler dürfte die Marke mit den vier Ringen stärker zulegen als der Gesamtmarkt.

Die meisten Experten erwarten, dass die weltweite Automobilnachfrage getragen von Zuwächsen in China und den USA 2014 um rund zwei bis drei Prozent steigen dürfte. Die weniger konjunkturabhängige Premiumbranche gewinnt seit Jahren Marktanteile hinzu.

2013 hatte Audi mit rund 1,58 Millionen verkauften Autos genau wie die Konkurrenten BMW und Mercedes-Benz eine neue Absatz-Bestmarke gesetzt. Stadler zeigte sich sehr zufrieden mit dem Erreichten; eigentlich hatte die Marke von 1,5 Millionen Verkäufen erst 2015 geknackt werden sollen.

Anspruch auf die Krone im Oberklasse-Segment

Dazu, wie stark Audi 2014 wachsen will, äußerten sich die Manager nicht detailliert. Die Ingolstädter wollen den Erzrivalen BMW bis 2020 vom Spitzenplatz im Luxussegment verdrängen. Auch die Münchener haben sich für dieses Jahr Wachstum vorgenommen und profitieren wie Mercedes-Benz von der jungen Produktpalette.

Der krisengeplagte europäische Markt wird sich laut Luca de Meo 2014 stabilisieren. Vorstandschef Stadler hält ein “leichtes Wachstum” für möglich. Die Preise seien aktuell relativ konstant. In den USA, wo Audi zuletzt erstmals mehr als 150.000 Autos verkauft hatte, erwartet de Meo weitere Zuwächse.

Audi braucht Technologieträger

Die Entscheidung, ob das Prestigeprojekt R8 etron umgesetzt werden wird, fällt nach Aussage Stadlers im ersten Quartal diesen Jahres. Er werbe im Vorstand sehr stark für den Wagen, sagte Audis neuer Entwicklungschef Ulrich Hackenberg. Audi brauche Technologieträger.

Hackenberg, zuvor Chefentwickler bei der Audi-Mutter Volkswagen, löste im Sommer Wolfgang Dürheimer als Entwicklungvorstand von Audi ab, der dem E-R8 vor etwa einem Jahr den Stecker gezogen hatte. Der ehemalige Bentley-Chef war nicht einmal ein Jahr im Amt. Ihm wurde intern vorgeworfen, den Audi-Slogan “Vorsprung durch Technik” zu wenig mit Leben zu füllen.

Laut Hackenberg war die mit 200 Kilometern zu geringe Reichweite ebenso ein Problem des R8 etron wie die zu hohen Kosten. Inzwischen haben man für die Schwierigkeiten aber mögliche Lösungen gefunden. Details nannten weder Stadler noch Hackenberg.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke