Audi-Chef Rupert Stadler, Innovationskubator

Audi-Chef Rupert Stadler gründet einen Innovationskubator. Bild: Audi

„Wir werden in Kürze eine Tochterfirma gründen, die das autonom fahrende Auto entwickeln wird“, sagte Stadler in dem Interview. „Damit gehen wir den nächsten Innovationsschritt nach unserem neuen A8, mit dem wir 2017 das pilotierte Fahren in Serie bringen. Das Entwicklungsziel unserer neuen Tochter ist sehr ambitioniert. Es geht um ein Roboter-Auto, das möglicherweise sogar ohne Lenkrad und Pedale auskommt“. Das sei aber nur zu schaffen, wenn sich Audi auch organisatorisch neu aufstellt, so Stadler.

Um das Ziel zu realisieren solle die neu zu gründende Firma namens SDS - SDS steht für Self-Driving-System – wie ein Start-up-Unternehmen außerhalb der Audi-Strukturen agieren. „Die Anschubfinanzierung ist gesichert. Damit wollen wir den Rahmen abstecken. Wir schauen uns nach Entwicklungspartner um. Wir werden über Joint-Venture-Strukturen versuchen, in den nächsten zwei bis drei Jahren all die notwendigen Technologien dort anzudocken. Später können wir das Unternehmen bei Bedarf eventuell wieder in unsere Organisation integrieren“, sagte Stadler.

Ein weiterer Teil der „Audi Strategie 2025“ ist die Digitalisierung der Schnittstelle zum Kunden, so der Audi-Chef. „Vor zwei Jahren haben wir in München die „Audi Business Innovation“ gegründet. Diese werden wir jetzt in „MyAudi GmbH“ unstrukturieren“. Das Tochterunternehmen soll zur digitalen Plattform für alle Kundenkontakte ausgebaut werden. „Es geht um die Vernetzung von Produkt, Händler, Kunde und Service“.

Stadler hatte kürzlich angekündigt, bis zu 25 Prozent des Ergebnisses von Audi mit online aufgespielten Software-Updates erzielen zu wollen. Als Zielhorizont nannte er das Jahr 2030. „Es ist ein Unterschied, ob Sie in ein Fahrzeug drei unterschiedliche Scheinwerfer einbauen müssen. Oder ob Sie einen einzigen einbauen, der bereits alle technischen Eigenschaften hat, was niedrigere Gesamtkosten bedeuten kann. Der Kunde hat dann die Chance, sein Auto später technisch upzugraden. Oder nehmen Sie einen Sitz. Hier ist denkbar, dass wir die volle Funktionsvielfalt integrieren. Auch eine Massagefunktion, die von unserem Kunden beliebig freigeschaltet und genutzt werden kann“.

Fotoshow: Audi rettet Absatz des VW-Konzerns

  • Volkswagen Pkw setzte im Mai 495.900 Autos ab, das ist ein Minus von 0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Bild: Volkswagen

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  • Seat verkaufte im Mai 38.100 Fahrzeuge. Ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahres. Bild: Seat

    Seat verkaufte im Mai 38.100 Fahrzeuge. Ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem Wert des Vorjahres. Bild: Seat

  • Skoda konnte seine Verkaufszahlen um 4,5 Prozent steigern. 96.700 Autos setzten die Tschechen im Mai ab. Bild: Skoda

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  • Audi verkaufte im vergangenen Mai 164.100 Autos, ein Plus von 6,7 Prozent. Bild: Audi

    Audi verkaufte im vergangenen Mai 164.100 Autos, ein Plus von 6,7 Prozent. Bild: Audi

  • Porsche schwächelte im Mai. Der Absatz der Zuffenhausener ging um 2,0 Prozent zurück. 20.200 Kunden entschieden sich vergangenen Monat für einen Porsche. Bild: Porsche

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