Produktion des Audi R8 in Neckarsulm: Das Unternehmen will im angefangenen Jahr weiterhin einen

Produktion des Audi R8 in Neckarsulm: Das Unternehmen will im angefangenen Jahr weiterhin einen neuen Absatzrekord erzielen. - Bild: Audi

Audi will in diesem Jahr den Umsatz nach 49,9 Milliarden Euro im Vorjahr auf mehr als 50 Milliarden Euro steigern. Insgesamt sehe sich Audi “gut aufgestellt, um die kommenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern”, teilte das Unternehmen nun mit. Impulse für den Automobilmarkt erwartet die VW-Tochter den Angaben zufolge “voraussichtlich zunehmend von den Industrieländern”, wenngleich “die wirtschaftliche Entwicklung dieser Staaten weiterhin durch strukturelle Herausforderungen geprägt sein dürfte”. Für die aufstrebenden Märkte in Asien erwartet Audi “erneut eine hohe Wachstumsdynamik”.

Audis Gewinnspanne allerdings droht den früher gesetzten Zielen zufolge leicht zu schrumpfen: Angesichts von hohen Investitionen gab das Unternehmen einen Ausblick aus, nach dem die operative Rendite im Jahr 2014 lediglich “im Zielkorridor von 8 bis 10 Prozent” liegen soll. Schon im vergangenen Jahr hatte Audi bei der Marge Einbußen hinnehmen müssen. Mit 10,1 Prozent lag die Rendite damals gleichwohl noch leicht oberhalb der Zielspanne.

Die vergleichsweise schwache Gewinnentwicklung hat sich bei Audi auch im ersten Quartal dieses Jahres gezeigt. Zwischen Januar und März steigerte der Hersteller zwar den Umsatz von 11,73 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf 12,95 Milliarden Euro, wie der Mutterkonzern Volkswagen schon Ende April mitgeteilt hatte. Das operative Ergebnis aber blieb mit 1,3 Milliarden Euro praktisch unverändert. Die Marge lag damit bei rund 10,1 Prozent, nach 11,1 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dennoch liege die Marge erneut leicht über Audis Zielkorridor von acht bis zehn Prozent und zeuge von der hohen Ertragskraft des Unternehmens. Nach Steuern blieben Audi 1,03 Milliarden Euro, nach 1,06 Milliarden Euro im Jahr 2013. “Trotz hoher Vorleistungen für neue Produkte und Technologien sowie den Ausbau unseres internationalen Produktionsnetzwerkes haben wir im ersten Quartal ein Operatives Ergebnis von 1314 Millionen Euro erwirtschaftet?, sagt Audi-Finanzvorstand Axel Strotbek.

Grund für die schrumpfende Rentabilität ist ein Investitionsprogramm, das Audi-Chef Rupert Stadler schon im März als “beispiellos” bezeichnet hatte. “Wir säen heute, was wir morgen ernten”, sagte er damals. Audi baut derzeit neue Werke in Brasilien und Mexiko. Die VW-Tochter erweitert zudem die Angebotspalette: Im Jahr 2014 will das Unternehmen 17 neue oder von vorhandenden Fahrzeugen abgeleitete Modelle auf den Markt bringen.

Im angefangenen Jahr will Audi damit zum wiederholten Mal einen Absatzrekord aufstellen. Schon 2013 hatte der Hersteller mit gut 1,57 Millionen verkauften Autos vor allem wegen großer Zuwächse in China und den USA so viele Fahrzeuge wie noch nie verkauft.

Audi verschafft sich damit im Kampf mit den deutschen Rivalen BMW und Mercedes-Benz eine solide Ausgangsposition. Die VW-Tochter will die Marktführerschaft im Premium-Segment bis zum Jahr 2020 von dem derzeitigen Primus BMW übernehmen. Doch auch Mercedes-Benz strebt an, bis zu dem Jahr Marktführer in der Oberklasse zu werden.

Die Auslieferungen legten im ersten Quartal 2014 allen Weltregionen klar zu, so Audi. Dabei steigerte der Automobilhersteller aus Ingolstadt die Auslieferungen der Marke Audi um 11,7 Prozent auf 412.846 (2013: 369.494) Einheiten.

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Hendrik Varnholt / Dow Jones Newswires / Andreas Karius