Audi A7 Sportback

Audi will in den kommenden Jahren die Führungsrolle unter den Oberklasseherstellern übernehmen - zum Beispiel mit dem A7 Sportback. - Bild: Audi

Im Dreikampf mit BMW und Daimler erhöhen die Ingolstädter den Druck auf die Stuttgarter. Beflügelt vom ungebremsten Autoboom in Asien und der weiter wachsenden Nachfrage nach großen und teuren Limousinen vor allem in China verkürzt die VW-Tochter den Abstand zum Rivalen aus Baden-Württemberg. Auch in Europa wuchs der Absatz in den vergangenen sechs Monaten.

“Dieser Erfolg ist neben der deutlichen Steigerung unserer Auslieferungen sowie einem verbesserten Modellmix auch auf unsere kontinuierlichen Kostenoptimierungen zurückzuführen”, sagte Finanzvorstand Axel Strotbek am Freitag in Ingolstadt.

Pole Position ist das erklärte Ziel

Audi will in den kommenden Jahren die Führungsrolle unter den Oberklasseherstellern übernehmen. Angesichts der guten Entwicklung soll das Etappenziel von 1,5 Millionen verkauften Autos im Jahr schon 2014 erreicht sein, ein Jahr früher als bisher geplant, sagte Strotbek. BMW rechnet dank der brummenden Geschäfte in diesem Jahr mit mehr als 1,6 Millionen verkauften Fahrzeugen.

Im den ersten sechs Monaten 2011 lieferte Audi weltweit knapp 653.000 Autos aus – eine neue Bestmarke für ein Halbjahr. Daimler lag mit Mercedes-Benz, Smart, AMG und Maybach mit 665.332 Wagen nur wenig darüber. Unter dem Strich verdienten die Ingolstädter 1,69 Milliarden Euro, satte 70 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der operative Gewinn kletterte sogar um 91 Prozent auf 2,54 Miliarden Euro. Der Umsatz wuchs um 22,5 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro. Eckdaten waren seit Vorlage der Halbjahreszahlen von Volkswagen am Donnerstag bekannt.

Bei der Umsatzrendite liegt Audi vor Daimler

Zwar liegt Audi damit knapp hinter der Konkurrenz aus Stuttgart, in Sachen Profitabilität hängten die Bayern die Schwaben allerdings ab. Wichtig dabei: die Umsatzrendite, die das Verhältnis des Umsatzes zum operativen Gewinn ausdrückt. Hier kam Daimlers Pkw-Sparte auf 10,7 Prozent, Audi zieht mit 11,8 Prozent recht deutlich vorbei. Noch besser dürften die Zahlen von BMW ausfallen, die der Münchner Dax-Konzern am Dienstag vorlegen will.

Audi-Chef Rupert Stadler warnt allerdings auch vor Risiken in den kommenden Monaten. Neben der Schuldenkrise könnten vor allem weiter steigende Rohstoffkosten die Industrie belasten.

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dpa-AFX/Guido Kruschke