Rupert Stadler Audi breit

Audi-Chef Rupert Stadler kann mit dem Ergebnis des Premiumautobauers im großen VW-Konzern sehr zufrieden sein. - Bild: Audi

Wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Halbjahresbericht der Volkswagen AG hervorgeht, erwirtschafteten die Ingolstädter zwischen Januar und März mit etwa 2,54 Milliarden Euro fast doppelt so viel operativen Gewinn wie in den ersten sechs Monaten 2010. Insgesamt verdiente Volkswagen vor Zinsen und Steuern etwa 6,1 Milliarden Euro.

Der Umsatz von Audi legte dank steigender Verkaufszahlen um mehr als ein Fünftel auf 21,5 Milliarden Euro zu, womit die operative Marge bei 11,8 Prozent lag. Im zweiten Quartal wirtschaftete die Ertragsperle des VW-Konzerns dabei sogar noch profitabler als zu Jahresbeginn: Die Rendite erreichte fast 13 Prozent. Volkswagen verwies im Halbjahresbericht zur Begründung auf den positiven Volumeneffekt sowie Prozess- und Kostenoptimierungen.

Audi-Konkurrent Mercedes-Benz hatte schon Mittwoch seine Quartalszahlen veröffentlicht und eine Marge von 10,7 Prozentgeschafft. Branchenprimus BMW wird sich in der kommenden Woche in die Bilanz für das erste Halbjahr schauen lassen. Branchenexperten rechnen auch bei den Münchenern mit einer zweistelligen Rendite.

Die Nachfrage nach Luxusautos brummt seit Monaten unvermindert. Bedanken können sich Audi und Co dafür nicht zuletzt bei den Chinesen, die nach Premiumwagen gieren, und dem Amerikanern, die nach der langen und tiefen Krise wieder vermehrt in die Verkaufsläden zurückkehren. Audi steigerte den Absatz in den ersten sechs Monaten des Jahres deshalb um fast 18 Prozent auf knapp 653.000 Wagen.

1,2 Millionen Fahrzeuge als Absatzziel

Die Oberbayern peilen für 2011 einen Verkaufsrekord von 1,2 Millionen Einheiten an. Das entspräche einem Plus von gut einem Zehntel. Die Rendite soll sich bisherigen Angaben zufolge an dem Niveau des Vorjahres von 9,4 Prozent orientieren. Nach dem starken ersten Halbjahr scheint hier allerdings noch Luft nach oben zu sein. Vorstandschef Rupert Stadler hatte bereits angedeutet, dass auch mehr drin sein könnte.

Am morgigen Freitag hat Audi die Möglichkeit, auch offiziell nachzulegen. Denn dann wird die Volkswagen-Tochter ihren eigenen Halbjahresbericht vorlegen.

Alle Beiträge zu den Stichworten Audi Volkswagen Daimler BMW

Dow Jones Newswires/Guido Kruschke