Der neue A7 soll zum Marktwachstum von Audi in der Oberklasse maßgeblich beitragen. - Bild: Audi

Der neue A7 soll zum Marktwachstum von Audi in der Oberklasse maßgeblich beitragen. - Bild: Audi

Den größten Zuwachs verbuchten die Ingolstädter dabei erneut in China, wo die Verkaufszahlen um gut 18 Prozent auf 17.500 Autos zulegten. In den USA stieg der Absatz um gut ein Zehntel auf rund 8.100 Wagen. Auf dem deutschen Heimatmarkt setzte sich die Stabilisierung fort, im Oktober wurden hierzulande etwa 22.200 Autos der Marke mit den vier Ringen verkauft (plus 0,8 Prozent).

In Deutschland erhofft sich Audi in den kommenden Monaten angesichts der hohen Auftragseingänge einen Absatzschub. Treiber sollen vor allem die neuen Modelle A1 und A7 sein. “Wir verzeichnen in Deutschland aktuell den höchsten Auftragsbestand aller Zeiten”, erklärte Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer.

Schwarzenbauer bekräftigte, dass Audi dank des A7 und des A8 vor allem in der Oberklasse wachsen und Marktanteile gewinnen will: “Allein in den USA werden wir unseren Segmentanteil verdoppeln”, so der Manager.

Im bisherigen Jahresverlauf verkaufte Audi weltweit fast 917.000 Autos – ein Plus von 16,4 Prozent. Das Absatzziel von 1,08 Millionen Wagen für 2010 ist nach Unternehmensangaben damit in Reichweite gerückt. Dass sich das Wachstumstempo verlangsamt, ist nicht überraschend, da sich die Geschäfte der Ingolstädter, die im vergangenen Jahr vergleichsweise schadlos durch die Krise gekommen waren, im Schlussquartal des Vorjahres stabilisiert hatten. Im vergangenen Jahr war der Markt für Premiumfahrzeuge aufgrund der Weltwirtschaftskrise eingebrochen. Seinerzeit hatte Audi noch knapp 950.000 Wagen an die Kunden bringen können, nachdem im Jahr 2008 erstmals die Million-Marke geknackt worden war.

Audi-Konkurrent Daimler hatte bereits Ende der vergangenen Woche die Oktober-Verkaufszahlen für die Pkw-Sparte Mercedes-Benz veröffentlicht. Die Stuttgarter setzten im Vormonat 108.400 Autos der Marken Mercedes-Benz, smart, Maybach und AMG ab (plus elf Prozent), die Kernmarke verkaufte sich 100.500 mal (plus 13,6 Prozent). Branchenprimus BMW wird das monatliche Verkaufsergebnis heute noch bekannt geben.

gw/mit Material von Dow Jones Newswires