Rupert Stadler

Rupert Stadler: 2011 legte die Marke mit den vier Ringen das beste Ergebnis ihrer Geschichte hin. - Bild: Audi

Der Audi Konzern schließt das Geschäftsjahr 2010 mit einem Rekordergebnis ab. „Das Operative Ergebnis von 3,34 Milliarden Euro zeigt, wie ertragsstark Audi ist. Wir wachsen nicht nur in China, sondern in vielen Regionen weltweit. Besonders in den USA legte die Marke Audi deutlich stärker als der Gesamtmarkt zu“, sagt Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AUDI AG. „Wir sind gut ins neue Jahr gestartet und streben für das Gesamtjahr mehr als 1,2 Millionen Auslieferungen an Kunden an“.

Die Auslieferungen der Marke Audi auf den weltweiten Automobilmärkten stiegen im abgelaufenen Jahr um 15 Prozent auf 1.092.411 Automobile. Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2010 nahmen überproportional auf 35.441 (29.840) Millionen Euro zu, was einem prozentualen Zuwachs von 18,8 Prozent entspricht.

Der Konzern steigerte das Operative Ergebnis deutlich um 108,2 Prozent auf 3.340 (1.604) Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 3.634 (1.928) Millionen Euro um 88,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis nach Steuern stieg um 95,2 Prozent auf 2.630 (1.347) Millionen Euro. Die Operative Rendite steigerte das Unternehmen auf 9,4 (5,4) Prozent. Die Kapitalrendite erreichte mit 24,7 (11,5) Prozent ebenfalls einen neuen Bestwert. Die Netto-Liquidität erhöhte sich um 25,5 Prozent auf 13.383 (10.665) Millionen Euro.

Grundlage für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung des Audi Konzerns war insbesondere eine Vielzahl von Neueinführungen im vergangenen Jahr: Die Palette der neuen Modelle reichte unter anderen vom Flaggschiff A8, über den A7 Sportback bis hin zum Audi A1, dem ersten Premiumauto der Marke Audi im Kleinwagensegment.

Audi A1 in Brüssel

Auch der neue Audi A1 trug mit zum Unternehmenserfolg bei. - Bild: Audi

Rekordergebnisse bei den Auslieferungen in mehr als 40 Märkten

Audi hat im vergangenen Jahr weltweit 1.092.411 (949.729) Autos an Kunden übergeben. Der Absatz stieg damit um 15,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Deutlich zulegen konnte die Marke in der Region Asien/Pazifik, aber auch in Westeuropa einschließlich Deutschland und besonders in den USA standen die Zeichen auf Wachstum.

In Deutschland stiegen die Auslieferungen entgegen dem deutlich rückläufigen Gesamtmarkt leicht auf 229.157 (228.844, plus 0,1 Prozent) Audi-Automobile. In Westeuropa einschließlich Deutschland entwickelte sich Audi mit 611.905 (588.309, plus 4,0 Prozent) Auslieferungen an Kunden besser als der Gesamtmarkt und bestätigte seine Führung im Premiumsegment. In Großbritannien, hinter Deutschland größter Markt in der Region, stiegen die Auslieferungen auf 99.705 Automobile (90.513, plus 10,2 Prozent). In  Frankreich kletterten die Auslieferungen auf 52.520 Automobile (48.010, plus 9,4 Prozent). In Italien verkaufte Audi 60.337 Automobile (57.204, plus 5,5 Prozent).

Mit 227.938 Auslieferungen (158.941, plus 43,4 Prozent) blieb Audi in China (inklusive Hongkong) auch 2010 mit deutlichem Abstand Marktführer im Premiumsegment.

Audi Indien

Am Standort Aurangabad werden derzeit die Modelle A4, A6 und Q5 gefertigt. - Bild: Audi

Sehr positiv entwickelte sich auch der indische Markt, wo Audi seit September 2007 eine CKD-Fertigung unterhält. Hier stiegen die Auslieferungen um 81,1 Prozent auf 3.003 (1.658) Automobile. Am Standort Aurangabad werden derzeit die Modelle A4, A6 und Q5 gefertigt. Audi baut das Vertriebs- und Handelsnetz in der Region weiter aus und wird die Zahl der Händler bis zum Jahresende von derzeit 13 auf 18 ausweiten.

In den USA entwickelte sich die Marke deutlich überproportional zum Gesamtmarkt und fuhr mit 101.629 Auslieferungen (82.716, plus 22,9 Prozent) ein Rekordergebnis ein. Der Marktanteil am Premiummarkt (Import High Group) wuchs auf 8,6 (7,9) Prozent.

Die Auslieferungen der Marke Lamborghini erreichten mit 1.302 (1.515) Sportwagen nicht den Wert des Vorjahres. Der Rückgang ist vor allem auf das Produktionsende der Baureihe Murciélago im Mai vergangenen Jahres zurückzuführen. Auf dem Automobilsalon in Genf hat die Marke dessen Nachfolger präsentiert. Der Aventador wird in einigen Monaten auf den Markt kommen.

Produktion 2010 deutlich gesteigert

Aufgrund der hohen Nachfrage hat der Audi Konzern die Produktion deutlich ausgeweitet. Im Jahr 2010 verließen mit 1.150.018 (inklusive Lamborghini) 23,4 Prozent mehr Automobile die Werkshallen als noch im Vorjahr (932.260). Die Motorenproduktion verzeichnete ein Plus von mehr als 19 Prozent auf 1.648.193 (1.384.240) Aggregate.

Audi Standort Ingolstadt

Mehr als 5 Milliarden Euro sollen in die deutschen Standorte Ingolstadt und Neckarsulm investiert werden. - Bild: Audi

1.200 Neueinstellungen und größtes Invest-Programm der Firmengeschichte

Von 2011 bis 2015 plant der Audi Konzern mehr als 11 Milliarden Euro zu investieren – mehr als 9,5 Milliarden Euro fließen dabei in die Entwicklung neuer Produkte sowie in Zukunftstechnologien wie den Hybrid- oder Elektroantrieb. Mehr als 5 Milliarden Euro sollen dabei in die deutschen Standorte Ingolstadt und Neckarsulm investiert werden.

Das Unternehmen beteiligt ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am erfolgreichen Jahr 2010: Jeder der rund 42.500 Tarifmitarbeiter an den deutschen Standorten erhält eine Erfolgsbeteiligung von durchschnittlich 6.513 Euro. Das entspricht ungefähr dem eineinhalbfachen eines durchschnittlichen Monatsentgelts und ist der höchste Wert seit Bestehen dieser Art der Beteiligung am Geschäftserfolg.

Dank des Engagements der gesamten Belegschaft haben wir ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr erreicht. Über die Mitarbeiter-Erfolgsbeteiligung erhalten unsere Mitarbeiter eine wichtige Anerkennung für diese starke Leistung“, erklärt Sigi. Auch an den Standorten in Belgien und Ungarn werden vergleichbare Erfolgsprämien gezahlt.

Die Zahl der Beschäftigten stieg im Audi Konzern im Jahresdurchschnitt um 2,6 Prozent auf 59.513 (58.011). Bei der AUDI AG waren es 44.299 (44.344) Mitarbeiter, davon 31.344 (31.409) in Ingolstadt und 12.955 (12.935) in Neckarsulm.

Ausblick 2011: Die Vorzeichen stehen gut

„Nach dem Jahr 2010 mit einem für uns noch zu Jahresbeginn kaum vorstellbaren Ausgang, stehen die Vorzeichen für 2011 gut. Wir rechnen in diesem Jahr mit einem weiteren Wachstum der Gesamtwirtschaft, wenn auch mit einer leichten Abschwächung gegenüber dem Vorjahr“, sagt Stadler. „Dennoch müssen wir wachsam bleiben, denn die Unwägbarkeiten auf den Finanz- und Rohstoffmärkten bergen immer ein Risiko“, sagt Stadler.

Quelle: Audi; Vorjahreswerte in Klammern