Audi Böllinger Höfe bei Neckarsulm

Die Erweiterung des Standorts Neckarsulm ?Audi Böllinger Höfe? ist 23 Hektar groß. Die R8-Fertigung und ein Logistikzentrum haben den Betrieb aufgenommen. Bild: Audi

Ein Logistikzentrum und die Fertigung des Audi R8 haben im Industriegebiet Böllinger Höfe – rund sechs Kilometer vom Hauptwerk in Neckarsulm entfernt – den Betrieb bereits aufgenommen. “Unsere Heimatstandorte sind unser Rückgrat, und die Investitionen in die Audi Böllinger Höfe sind ein bedeutender Meilenstein für den Standort Neckarsulm”, erklärt Produktionsvorstand Hubert Waltl. Bis 2018 investiert das Unternehmen insgesamt mehr als 22 Milliarden weltweit. Über die Hälfte der Audi-Investitionen fließt in die deutschen Standorte, davon durchschnittlich mehr als 650 Millionen Euro pro Jahr in den Standort Neckarsulm. “Diese Erweiterung entlastet das Werk entscheidend, denn die steigende Modellvielfalt und Fertigungskomplexität erfordern zunehmend mehr Platz”, so Waltl weiter.

Mit sechs Modellen und 20 Derivaten zählt Neckarsulm zu den Werken mit der größten Produktvielfalt und Komplexität im Volkswagen-Konzern. Das Areal umfasst 23 Hektar, rund ein Viertel der Fläche des Werks in Neckarsulm.

Auf dem Gelände der Audi Böllinger Höfe befinden sich unter anderem die neue R8-Manufaktur. Verschiedene Fertigungsbereiche, die im Werk in Neckarsulm zuvor räumlich getrennt waren, sind nun unter einem Dach zusammengeführt. Vor allem die Vorserien- und Serienfertigung sowie die Qualitätssicherung sollenvon der schnellen und interdisziplinären Vernetzung profitieren. Damit verstärkte der Standort Neckarsulm seine Kleinserienkompetenz, so Audi. Die neu geschaffene Produktionsfläche sei durch technologische und ergonomische Innovationen noch effizienter und flexibler nutzbar. Am 25. August hatte die R8-Fertigung in den Böllinger Höfen begonnen – knapp drei Wochen nachdem der letzte Audi R8 im Werk Neckarsulm vom Band fuhr.

Bereits im März hat das neue Logistikzentrum mit rund 22.500 Lagerplätzen seinen Betrieb aufgenommen. Logistikexperten schlagen dort täglich rund 4.500 Behälter um. Warenströme, die vor dem Neubau in fünf Außenlagern abgewickelt wurden, werden jetzt über eine zentrale Stelle koordiniert. Damit konnten die Transporte reduziert und der Lkw-Verkehr aus dem Stadtgebiet Heilbronn in das Industriegebiet verlagert werden, so das Unternehmen.

Eine weitere Verbesserung ist das GPS-Tracking der einzelnen Transporte zwischen dem Logistikzentrum und dem Werk Neckarsulm. Das innovative Live-Tracking ermöglicht eine flexible Anpassung der Fahrpläne an die Verkehrssituation und optimiert zudem die Routenführung.

Alle Beiträge zum Stichwort Audi

Audi/ks