Rupert Stadler breit

Audi-Chef Rupert Stadlerwill mit einem Milliarden-Investitionsprogramm so schnell wie möglich am Erzrivalen BMW vorbeiziehen. - Bild: Audi

Bis zum Jahr 2018 will die Volkswagen-Tochter rund 22 Milliarden Euro in neue Modelle und den Produktionsverbund investieren. Davon soll mehr als die Hälfte auf die deutschen Standorte Ingolstadt und Neckarsulm entfallen.

“Wir hatten 1,5 Millionen Auslieferungen pro Jahr bis 2015 als Ziel ausgegeben, wir haben es aber schon in 2013 komfortabel erreicht”, sagte Audi-Chef Rupert Stadler. Der nächste Meilenstein seien Verkäufe von zwei Millionen Fahrzeugen, weshalb Audi auch bei den Investitionen “auf dem Gas” bleibe.

Größtes Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte

Von der Gesamtsumme steckt das Unternehmen 16 Milliarden Euro in Sachinvestitionen, die verbliebene Summe entfällt auf Entwicklungskosten. Audi zufolge ist es das größte Investitionsprogramm der Unternehmensgeschichte. Der Premiumautobauer will bis 2020 seine Produktpalette von aktuell 49 auf 60 verschiedene Modelle erweitern.

Die hohen Investitionen lasten allerdings auch auf der Ertragslage. Beim Blick auf die Zahlen der Volkswagen-Tochter zum dritten Quartal fällt auf, dass die Verkäufe zwischen Juli und September zwar deutlich stiegen. Der operative Gewinn schrumpfte jedoch auf 1,1 von 1,3 Milliarden Euro, die Marge auf 9,4 von 10,5 Prozent. Hohe Zukunftsinvestitionen machen momentan der gesamten Autobranche zu schaffen.

Die Konzernmutter Volkswagen hatte Ende November schon ihre Investitions-Pläne für die kommenden Jahre vorgelegt. Bei den Wolfsburgern entfallen bis 2018 knapp 63,5 Milliarden Euro von der vorgesehenen Gesamtsumme von 84,2 Milliarden Euro auf Sachinvestitionen, fast 60 Prozent der Mittel will VW in Deutschland einsetzen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke