Audi-Fertigung

Bis 2020 will Audi seine Modellpalette auf 60 Autos erweitern. Bild: Audi

“Auch in diesem Jahr wollen wir weiter wachsen, stärker als der Weltmarkt und mit Zuwächsen in allen Regionen. Damit zielt unsere Marke auf neue Bestwerte”, erklärte Audi?Chef Rupert Stadler auf der 126. Ordentlichen Hauptversammlung der Audi AG erläutert der Vorstand am Freitag (22.5.) in Neckarsulm. Mit dem angestrebten Volumenwachstum werden sich “in Abhängigkeit der konjunkturellen Rahmenbedingungen” die Umsatzerlöse des Audi?Konzerns moderat erhöhen, teilte das Unternehmen mit. Darüber hinaus erwarten die Ingolstädter erneut eine operative Umsatzrendite innerhalb des strategischen Zielkorridors von acht bis zehn Prozent.

Um weitere Modelle und innovative Technologien zu entwickeln und den internationalen Fertigungsverbund auszubauen, will Audi bis 2019 insgesamt 24 Milliarden Euro investieren. Außerdem will der Premiumhersteller weitere Arbeitsplätze schaffen. Weltweit sollen 2015 rund 6.000 neue Mitarbeiter an Bord kommen, 4.000 davon in Ingolstadt und Neckarsulm.

Neue Modelle wie der Audi Q7 oder der A4, der in der zweiten Jahreshälfte auf den Markt kommt, sollen dabei helfen die gesteckten Ziele zu erreichen. In den kommenden Jahren will das Unternehmen seine Modellpalette Jahren konsequent erweitern. Bis 2020 sollen 60 verschiedene Modelle zur Auswahl stehen. Unter anderem sind drei weitere Mitglieder der Q-Familie geplant: der Audi Q1, der Audi Q8 und ein sportlicher SUV mit Elektroantrieb im Segment der oberen Mittelklasse.

Nach dem besten ersten Quartal der Unternehmensgeschichte hat Audi auch im April mehr Automobile ausgeliefert. Dabei lag die Nachfrage in allen Weltregionen über dem Vorjahresmonat. Vor allem auf dem amerikanischen Kontinent entwickelte sich das Geschäft für die Marke Audi positiv. Weltweit legte der Absatz von Januar bis April um 5,2 Prozent auf mehr als 591.000 (2014: 561.000) an Kunden übergebene Automobile zu.

Von Januar bis März erwirtschaftete der Ingolstädter Premiumhersteller Umsatzerlöse von 14.65 Milliarden Euro (2014: 12,95 Milliarden) und ein operatives Ergebnis von 1,42 Milliarden Euro (2014: 1,31 Mrd) Die operative Umsatzrendite lag bei 9,7 (2014: 10,1) Prozent.

Insgesamt hat das Unternehmen im vergangenen Jahr 1.741.129 (2013: 1.575.480) Automobile der Marke Audi an Kunden ausgeliefert. Dies entspricht einem Plus von 10,5 (2013: 8,3) Prozent. Der Audi?Konzern steigerte seine Umsatzerlöse dabei um 7,8 Prozent auf 53,79 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 2,4 Prozent auf 5,15 Milliarden Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite lag bei 9,6 (2013: 10,1) Prozent.

Gleichzeitig sieht das Unternehmen aber auch Schwierigkeiten: Herausfordernd sei dabei, dass das konjunkturelle Umfeld und die Entwicklung wichtiger Währungen 2015 von Volatilitäten geprägt sind, erklärt das Unternehmen. Auch wachsen die finanziellen Vorleistungen für neue Kapazitäten, innovative Technologien und attraktive Automobile, so Audi. Hinzu kommen eine spürbar steigende Wettbewerbsintensität in Schlüsselmärkten sowie der technologische Umbruch innerhalb der Automobilindustrie hin zu alternativen Antriebskonzepten, insbesondere um die weltweit verschärften CO2?Regularien zu erfüllen.

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