Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil unterstützt die von VW-Boss

Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil unterstützt die von VW-Boss Matthias Müller (links) vorgestellte Strategie 2025. Bild: Volkswagen

"Mit der Strategie 2025 hat der Vorstand die wesentlichen Eckpfeiler der künftigen Arbeit überzeugend vorgestellt und die richtigen Schwerpunkte gesetzt", sagte der niedersächsische SPD-Ministerpräsident am Donnerstag in Berlin im Anschluss an die Vorstellung der neuen Konzernstrategie durch VW-Chef Matthias Müller in Wolfsburg. Der Konzern stehe vor großen Aufgaben. "Die Vertreter des Landes im Aufsichtsrat werden diese Strategie unterstützen."

Mit Milliardensummen für Elektroautos, neue Dienstleistungen und autonomes Fahren will sich Volkswagen aus der Abgas-Krise befreien. Die großen Zukunftsthemen sind alternative Antriebe wie E-Motoren und die digitale Revolution mit mehr Internet im Auto. Müller sieht einen „epochalen Wandel“, der Wettbewerb werde härter. Neben den Autobauern drängen auch IT-Konzerne wie Google und Apple ins Autogeschäft.

„Die technologischen Megatrends stellen traditionelle Geschäftsmodelle in Frage, auch weil sich mit ihnen die Kundenbedürfnisse massiv verändern“, erklärte der VW-Chef. Bei den Mobilitätsdienstleistungen geht es etwa um mehr miteinander vernetzte Fahrzeuge, mehr individuelle Mobilität sowie mehr Geschäfte mit IT und Software. Erst vor kurzem war Volkswagen mit umgerechnet 267 Millionen Euro beim Fahrdienst und Uber-Rivalen Gett eingestiegen.

Außerdem soll die Batterietechnik als „neues Kompetenzfeld“ erschlossen werden, wie Müller ankündigte. Mit Hochdruck wird auch eine eigene Fabrik für Batteriezellen geprüft. Bisher sind deutsche Autobauer abhängig von Zulieferern vor allem aus Asien. Batteriezellen sind wesentliche Bestandteile von Elektroautos.