Tesla_Autopilot_Sammelklage

Im Streit um das Autopilot-System will sich Tesla mit Klägern gütlich einigen. Diese werfen dem System vor, dass es gefährlich und unbrauchbar sei und fordern Entschädigung. Bild: Tesla

| von Stefan Grundhoff

Zur Entschädigung der von Model S und Model X-Besitzern will der Autobauer einen Fonds mit rund fünf Millionen US-Dollar ausstatten. Hinter der Gesamtsumme steht ein bislang sehr bescheidenes Abfindungsangebot. So sollen die Fahrzeugbesitzer laut Automotive News zwischen 20 und 280 US-Dollar erhalten – das Upgrade für das Autopilot-Systems in den Jahren 2016 und 2017 hatte pro Wagen 5.000 US-Dollar gekostet.

Nach Angaben von Tesla hätte man seit der Einführung der zweiten Generation von Autopilot-Hardware im Oktober 2016 weitere Softwareupdates durchgeführt, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Autopilot-Funktionalität geführt hätten. In der Klage wurde behauptet, dass die automatische Notbremsung, die Seitenkollisionswarnungen und das automatische Fernlicht bei Model S und Model X nicht einwandfrei funktionierten und dass das System allgemein unsicher gewesen sei.

Zudem, klagen Verbraucherschutzverbände, werde durch die Bezeichnung „Autopilot“ ein Leistungsversprechen abgegeben, das in den Praxis nicht gehalten werde. Tatsächlich handle es sich um ein Level-2-System mit hochentwickelten Assistenzsystemen. Kein anderer Hersteller der Welt suggeriere bei einem solchen System, dass damit autonom Fahrsituationen bewältigt werden können. Das sei bei Tesla alleine durch die Namensgebung der Fall.

 Der nun von Tesla vorgelegte Vergleich muss noch von einem US-Bezirksgericht genehmigt werden.