JLR Werk Halewood

Was passiert mit der JLR-Produktion in Halewood bei einem möglichen Brexit.- Bild: JLR

So sagte beispielsweise Bentley-Vorstandsmitglied Kevin Rose gegenüber dem Nachrichtendienst Reuters, man habe den aktuellen Investitionsplan im Vereinigten Königreich auch mit Blick auf einen möglichen EU-Austritt beschlossen. Das Land bleibe trotz allem ein guter Ort für Investitionen.

Auch Rolls-Royce halte am Produktionsstandort Großbritannien fest, erklärte Torsten Müller-Ötvös, CEO des Luxusautobauers. Auch Jaguar Land Rover wolle bei einem EU-Austritt an seinem Engagement in Großbritannien festhalten, so JLR-Boss Ralf Speth. Allerdings sei es unmöglich für einen Brexit zu planen.

Auch andere Autobauer, deren Bedingungen zum Inselstaat nicht so eng sind wie bei Bentley und Rolls-Royce, wollen an ihrem Engagement auf den britischen Inseln festhalten. So investierte General Motors erst vor kurzem massiv in die Vauxhall-Standorte in Ellesmere Port und Luton.

Allerdings gibt es auch mahnende Stimmen. So sieht Renault-Nissan Boss Carlos Ghosn die Zunkunft des Nissan-Werks Sunderland von einem möglichen Brexit bedroht. Auch Ford würde seine Pläne für das Vereinigte Königreich nach einem Brexit noch einmal überdenken.

Ob denn tatsächlich die Briten “No” zur EU sagen, bleibt abzuwarten. In den vergangenen Jahren hatte sich eine Mehrheit der Briten konstant für den Verbleib in der Europäischen Union ausgesprochen. Aktuelle Umfragen belegen jedoch den Trend, dass das Raus-aus-der EU-Lager stetig größer wird.

Meinungsforscher hatten Ende August noch ermittelt, dass 46 Prozent der Briten für den Verbleib in der EU sind, während 35 Prozent für den Ausstieg waren. Knapp zwei Wochen später ist der Vorsprung dramatisch geschrumpft: 43 Prozent waren für einen Verbleib, 40 Prozent waren für den Austritt. 17 Prozent der Befragten waren noch unentschieden. Die Times schrieb daraufhin: “Die Zukunft sieht rosig aus für die Brexit-Brigade.”

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Gabriel Pankow