Motorraum

Die Produktionsstopps wegen des Coronavirus werden bei mehreren Autoherstellern länger als ursprünglich geplant andauern. Bild: press-inform

| von Stefan Grundhoff

PSA und Fiat Chrysler Automobiles (FCA) werden ihre durch das Coronavirus verursachten Produktionsstillstände in Europa verlängern. Toyota kündigte ebenfalls an, dass die Aussetzung der Produktion voraussichtlich nicht vor der zweiten Aprilhälfte enden werde. Ursprünglich wollte PSA sein Motorenwerk Douvrin am 3. April wieder in Betrieb zu nehmen und im Getriebewerk in Valenciennes bereits am heutigen Tage mit zumindest 200 Arbeitern wieder beginnen.

„Die Gesundheitsmaßnahmen sind recht robust, aber die Zeit ist noch nicht gekommen. Die Wiederaufnahme der Arbeiten wäre verfrüht, solange der Höhepunkt der Epidemie nicht hinter uns liegt", sagt Sebastien Leroy, der die CFTC-Gewerkschaft in Valenciennes vertritt. Der französische Premierminister Édouard Philippe hatte angekündigt, dass die Sperrmaßnahmen im Land bis zum 15. April andauern würden.

Unabhängig davon wird FCA seine vorübergehenden Betriebsstillstände für mindestens eine weitere Woche verlängern. Nach Informationen von Automotive News Europe ist beabsichtigt, die Vorproduktion des Fiat 500 in Mirafiori und des Jeep Compass in Melfi am 6. April wieder aufzunehmen. Nach aktuellem Stand soll die Fertigung in Kragujevac (Serbien) bis zum 3. April geschlossen bleiben und der Standort im polnischen Tychy nicht vor dem 11. April wieder mit der Arbeit beginnen. Die Joint-Venture-Anlage von Tofas in der Türkei soll jedoch wie gewohnt in Betrieb bleiben.

Toyota will seine Produktionsstillstände in ganz Europa bis mindestens zum 19. April andauern lassen. Das Unternehmen hatte bisher keine detaillierten Pläne vorgelegt, wann die Produktionsunterbrechung der Anlagen in Frankreich, Großbritannien, Tschechien, Polen, Portugal und der Türkei enden soll.