Fahrzeuge auf einem Parkplatz

Im März und April bricht die europäische Fahrzeugfertigung um rund 810.000 Einheiten ein, so eine Berylls-Studie.

| von Werner Beutnagel

Am stärksten betroffen ist der Analyse zufolge die deutsche Autoindustrie. Hier sei ein Minus von rund 250.000 Fahrzeugen zu erwarten. In Spanien rechnen die Autoren mit einem Minus von 140.000 Fahrzeugen, in Frankreich mit 90.000. Den höchsten Ausfall muss der Untersuchung zufolge PSA mit einem Minus von 137.000 Fahrzeugen hinnehmen, gefolgt von VW (106.000 Einheiten), BMW (98.000 Einheiten) und Renault-Nissan-Mitsubishi (97.000). In Deutschland trifft die Krise BMW mit einem Ausfall von 83.000 Fahrzeugen am stärksten.

Durch die Produktionsausfälle sei mit Umsatzverlusten von bis zu 80 Milliarden Euro zu rechnen, erklärt auch Stefan Bratzel, Direktor und Gründer des Center of Automotive Management (CAM). „Es ist klar, dass es zu Verlusten kommt, und es ist klar, dass diese Verluste nicht wieder aufzuholen sind“, so Bratzel im Gespräch mit Auto Motor und Sport. Im Optimalfall sei der Höhepunkt der Infektionen in Deutschland Mitte April erreicht – für die Autobranche bedeute dieses Szenario einen Umsatzrückgang um 40 Milliarden Euro. Sollten die Neuinfektionszahlen erst Anfang bis Mitte Mai abflauen, würden Verluste von rund 80 Milliarden Euro zu Buche schlagen.

„Der zu erwartende Einbruch durch die bevorstehende Krise wird größer sein als der durch die Finanzkrise 2008/2009. Nicht zuletzt, weil sich auch das Verhalten der Konsumenten signifikant verändert“, erklärt Andreas Radics, geschäftsführender Partner bei Berylls, gegenüber Auto Motor und Sport. „Selbst wenn die Produktion weltweit wieder anlaufen kann, ist offen, wie schnell sich das Kaufverhalten normalisiert und welche Prämissen dann für die Käufer von morgen gelten.“

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