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Die Zahl der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland ist im Januar im Vorjahresvergleich deutlich zurückgegangen. - Bild: ZDK

Auch der Export ging stark zurück – um acht Prozent auf 310.700 Pkw. In Deutschland wurden deutlich weniger Autos verkauft als vor einem Jahr. Der Auftragseingang stabilisierte sich. Das Auslandsgeschäft außerhalb Europas habe sich “als stabiler Pfeiler der deutschen Automobilindustrie” erwiesen, stellte der VDA am Montag in Berlin fest. VDA-Präsident Matthias Wissmann rechnet damit, “dass wir zur Jahresmitte eine spürbare Stabilisierung der Pkw-Märkte in der Eurozone erleben werden”.

VDA-Präsident Wissmann rechnet mit einer “spürbaren Stabilisierung der Pkw-Märkte”

Im Januar wurden nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) 192.090 Pkw neu zugelassen, das waren 8,6 Prozent weniger als im Januar 2012. Dabei nahm der Anteil privater Neuzulassungen von 35,4 auf 33,9 Prozent ab. Erstmals seien mehr Dieselfahrzeuge (50,2 Prozent) als Benziner (48,2 Prozent) zugelassen worden.

Die deutschen Konzernmarken schlugen sich nach VDA-Angaben vergleichsweise gut mit einem Rückgang von fünf Prozent auf 137.500, während die ausländischen Marken ein Minus von 16 Prozent auf 54.600 zu verkraften hatten. Unter den deutschen Marken verbuchten laut KBA Mercedes (+3,1 Prozent), BMW (+10,6 Prozent), Smart (+10,9 Prozent) und Porsche (+13,2 Prozent) steigende Verkaufszahlen. Abwärts ging es hingegen für Ford (minus 32,2 Prozent) und VW (minus 13,3 Prozent).

Wissmann wies darauf hin, dass der US-Markt sehr dynamisch ins neue Jahr gestartet sei. Der Autoabsatz in den USA sei um 14,3 Prozent auf 1,04 Millionen Einheiten gestiegen. Im Pkw-Segment hätten die deutschen Marken ihren Absatz um 4,5 Prozent auf rund 60.700 Fahrzeuge erhöht.

Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) hält für das Gesamtjahr in Deutschland mehr als drei Millionen Pkw-Neuzulassungen für möglich. Die derzeit positive Wirtschaftsentwicklung sollte sich auszahlen. 2012 waren die Verkäufe um knapp drei Prozent auf etwas weniger als 3,1 Millionen Autos gesunken.

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dpa/Guido Kruschke