PSA Produktion Frankreich breit

Peter Fuß: "Wenn die deutschen Hersteller weiter auf Qualität setzen, eine klare Premiumstrategie verfolgen und an ihrer Flexibilität und Effizienz arbeiten, können sie die Offensive der Japaner abwehren." - Bild: Ernst&Young

Japans Autobauer haben im abgelaufenen Quartal drei Prozent weniger Autos verkauft als im Vorjahreszeitraum, ihren Umsatz aber um 12 Prozent gesteigert und beim Gewinn sogar um 50 Prozent zugelegt.

Anders die deutschen Autokonzerne: Sie verkauften im abgelaufenen Quartal zwar mehr Fahrzeuge (plus sechs Prozent), der Umsatz stieg aber lediglich um fünf Prozent und der Gewinn sank (bereinigt um den Ertrag aus dem Verkauf von EADS-Anteilen durch Daimler) sogar um fünf Prozent.

Schwacher Yen beflügelt Japans Autobauer

Hauptgrund für die aktuelle Stärke der japanischen Autobauer: Der stark abgewertete Yen macht japanische Autos im Ausland billiger und wertet im Ausland erzielte Umsätze bei der Umrechnung in Yen auf. Der schwache Yen gibt den japanischen Herstellern Rückenwind für ihren Angriff auf die in den vergangenen Jahren boomenden deutschen Autokonzerne, die nun zunehmend mit den Folgen der europäischen Absatzkrise kämpfen.

Volkswagen bleibt umsatzstärkster Autokonzern

Trotz der Aufholjagd der Japaner kann Volkswagen seine Position als umsatzstärkster Autokonzern der Welt verteidigen. Allerdings verdrängt Toyota Volkswagen dank eines Gewinnwachstums von 88 Prozent von der Position als gewinnstärkster Autobauer. Und BMW ist nun nicht mehr der margenstärkste Autokonzern der Welt, sondern teilt sich diesen Titel nun mit Toyota.

Das sind Ergebnisse einer Analyse der Finanzkennzahlen der 17 größten Autokonzerne der Welt, die die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young quartalsweise erstellt. In der aktuellen Studie wird außerdem eine Bilanz des ersten Halbjahres 2013 gezogen.

Die gesamte Studie können Sie sich hier als PDF-Dokument herunterladen.

Peter Fuß, Ernst & Young GmbH
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