Autoliv_Geely_Autonomes Fahren

Geely hat jetzt den Auftrag zur Entwicklung und Produktion von Level 3-Technologie an Autoliv vergeben. Bild: Autoliv

Dass Autoliv von Geely für die Entwicklung, Produktion und Integration des ersten Level 3-Systems gewählt wurde, kommt nicht überraschend und zeigt das Netzwerk auf, das die Zhejiang Geely Holding, neuerdings auch größter Aktionär bei Daimler, inzwischen gesponnen hat:

Vor gut einem Jahr haben Autoliv und Volvo Cars das Software Joint-Venture Zenuity gegründet. In der neuen Gesellschaft bündeln die Unternehmen ihr Know-how zur Entwicklung des autonomen Fahrens. Volvo wiederum gehört, wie Geely Auto, zur Zhejiang Geely Holding.

Zum geplanten ersten Level 3-Auto von Geely steuern Autoliv und Zenuity das komplette System bei, von der elektronischen Steuereinheit über Radar Systeme, Stereokameras bis hin zur Sofwareintegration. In einem Statement bezeichnete Autoliv-CEO Carlson den Auftrag von Geely als wichtigen Schritt um in China noch tiefer Fuß zu fassen. Wann Geely sein erstes Level 3-Auto auf den Markt bringen wird, ist noch nicht bekannt.

Bislang bietet Audi im A8 als erster Hersteller autonomes Fahren auf Level 3 in einem Serienauto an. Allerdings ist das System aufgrund des fehlenden rechtlichen Rahmens in der Praxis bislang nicht nutzbar.

Audi A8: Technik-Highlights des Ingolstädter Flaggschiffs

  • Audi A8 Schnittbild

    Premium-Sensorik und jede Menge Fahrerassistenzsysteme: Der neue Audi A8 ist das erste Serienauto der Welt, das für hochautomatisiertes Fahren nach Level 3 (SAE) entwickelt wurde. Ab 2018 bringt Audi pilotierte Fahrfunktionen wie Parkpilot, Garagenpilot und Staupilot sukzessive in Serie. Bild: Audi

  • Audi-Design Marc Lichte

    Das Team um Marc Lichte zeichnete einen „fließend-muskulösen Karosseriekörper“. Ein Fertigungsprozess bietet auch Vorteile für die Rundumsicht: Dank der Rollfalz-Technologie, die man an den vorderen und hinteren Türeinstiegen zur Verbindung des Aluminium-Seitenwandrahmens mit den Stahlblechen von B-Säulen, Dachbogen und Schweller einsetzt, erzielen die Ingenieure bis zu 36 Millimeter zusätzliches Sichtfeld. Bild: Audi

  • V6-Turbomotor Audi

    A8 und A8 L gehen in Europa mit den V6-Turbomotoren 3.0 TDI und 3.0 TFSI an den Start. Beim TDI hat man das Thermomanagement verbessert, beim Ottomotor schaltet das Audi Valvelift System (AVS) die Öffnungszeiten und den Hub der Einlassventile je nach Bedarf in zwei Stufen um. Die überarbeitete 8-Gang-Tiptronic hat nun eine elektrische Ölpumpe. Die Getriebesteuerung erkennt Stop & Go-Situationen und verändert daraufhin die Fahrstrategie. Allradantrieb quattro ist Standard. Weitere Motoren sowie ein Plug-in-Hybrid folgen 2018. Bild: Audi

  • 48-Volt-Hauptbordnetz

    Die Ingenieure setzen im A8 ein 48-Volt-Hauptbordnetz ein. Dieses versorgt das 12-Volt-Netz mit, das zum Teilbordnetz wird. Das 48-Volt-Netz speist sich über einen Riemen-Starter-Generator (RSG), der über den Riementrieb mit der Kurbelwelle des Motors verbunden ist. Als Speicher dient eine Lithium-Ionen-Batterie unter dem Gepäckraumboden. Das System ermöglicht aufgrund der höheren Spannung unter anderem das lautlose Segeln des Fahrzeugs im Bereich zwischen 55 und 160 km/h. Bild: Audi

  • Interieur und Bedienpanel beim Audi A8

    Horizontale, klare Linien, ein Cockpit mit reduzierter Tasten-Zahl, intuitiv bedienbare Touch-Screens in der Mittelkonsole, ein digitales Kombiinstrument des Virtual Cockpit in Full HD-Auflösung, Sprach- und Schrifteingabemöglichkeiten, 3D-Navigation sowie zahlreiche Car-to-X-Dienste heben den großen Audi auf ein Top-Level. Möglich macht's der Modulare Infotainmentbaukasten MIB 2+. Bild: Audi

  • Multimaterialbauweise beim Audi A8

    Multimaterialbauweise "Werkstoff-quattro": Neben Aluminium und Stahl setzt Audi beim neuen A8 auch Magnesium für die vordere Domstrebe sowie eine Rückwand aus CFK ein – das größte Bauteil der Passagierzelle. Bild: Audi

  • Fahrwerk im Audi A8

    Sportlich-sanftes Fahrwerk: Serie sind im A8 die direkte Progressivlenkung und die Adaptive Air Suspension. Steigern lassen sich Präzision und Komfort auf Basis der Elektronischen Fahrwerkplattform (EFP) mit der Dynamik-Allradlenkung und dem AI Aktivfahrwerk mit elektromechanischer Federung. Bild: Audi

  • HD Matrix-LED-Fernlicht beim Audi A8

    Erstmals arbeitet das HD Matrix LED-Fernlicht mit einem Laserspot zusammen, der die Reichweite des Lichts verdoppelt und ab 70 km/h aktiviert wird. Der Laserspot ist durch eine X-förmige Blende zu erkennen und wird zudem von einem blauen Ambientelicht in Szene gesetzt. Bild: Audi

  • Bauteil für exakte Detektion beim Audi A8

    Der A8 bietet 41 Fahrerassistenzsysteme. Für die Detektion sind zahlreiche Sensoren erforderlich, unter anderem der neue Laserscanner in der Fahrzeugfront (im Bild). Die Intelligenz dahinter steckt im zentralen Fahrerassistenzsteuergerät (zFAS). Bild: Audi