Die Anzahl der Artikel bei der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas steigt von Jahr zu Jahr an.

Die Anzahl der Artikel bei der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas steigt von Jahr zu Jahr an. Bild: CES

Ehemalige Höhepunkte im Messekalender wie die NAIAS in Detroit muten langsam an wie der Jurassic Park der Automobilindustrie. Der alljährliche Branchentreff in der Hauptstadt der US-Autoindustrie ist dafür ein gutes Beispiel: Der Glanz der früheren „PS-Gala“ droht zu verblassen. Dass auch die Aussteller das Ereignis Autoshow überdenken, zeigt die Meldung, dass die NAIAS 2019 ohne die Beteiligung von Daimler stattfinden wird. Medial läuft die Messe in Motor City schon jetzt Gefahr, in die B-Kategorie abzurutschen. Seit drei Jahren nimmt der einstige Catwalk der neuen Autoschönheiten bei der Berichterstattung kontinuierlich an Bedeutung ab, analysierten die Experten von Prime Research, einem Unternehmen für strategische Medien- und Kommunikationsanalysen. Dagegen steigt die Anzahl der Artikel beim Treffen der Nerds bei der Consumer Electronic Show (CES) in Las Vegas Jahr für Jahr an.

Der Ruhm verblasst: Traditionelle Automessen verlieren für Aussteller und die Medien an Attraktivität. Daher ist es Zeit, die Konzepte zu überdenken.

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Während in Detroit überwiegend traditionelle Medien von der Autoshow berichten, ist das Verhältnis zwischen traditionellen und sozialen Medien bei der CES fast ausgeglichen. Das liegt natürlich auch an der inhaltlichen Ausrichtung des neuen „Sandkastens” der Autoindustrie. Das spiegelt sich unter anderem  in den Berichten wider. So war der größte Themenblock der Journalisten, Blogger und Influencer zwar in Las Vegas noch zu Produktvorstellungen. Aber nur zu 57,7 Prozent. Ausgehend von der NAIAS berichteten knapp 80 Prozent der Journalisten über die präsentierten Fahrzeuge, so Prime Research.

Neue Ideen gefragt

Aber ein anderer Wert lässt aufhorchen: Rund 18 Prozent der CES-Beiträge beschäftigten sich mit Innovationen, in Detroit waren es nur 4,9 Prozent der Artikel.
Ein Trend, der nicht nur für Detroit gilt. Auch auf der IAA in Frankfurt buchten die traditionellen Hersteller 2017 weniger Ausstellungsflächen. Einige – wie Peugeot, Fiat, Nissan und Mitsubishi – kamen erst gar nicht. Zwar wurde das Manko mit neuen Ausstellern ausgeglichen, aber es sollte ein deutliches Warnsignal für die Messemacher sein: Das alte Modell Automesse braucht eine neue Idee.

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