Toyota Fertigung

Toyota wird vorerst seine Produktion in Japan einstellen. - Bild: Toyota

Das verheerende Erdbeben in Japan hat die heimischen Automobilhersteller hart getroffen. Produktionsanlagen mussten geschlossen werden, Tausende von bereits gefertigten Autos wurden stark beschädigt oder zerstört.

Unmittelbar nach der Naturkatastrophe kündigten Honda und Nissan an, die Fertigung in allen Produktionsstätten vorläufig einzustellen. Bei Nissan wurden über 2.000 Fahrzeuge durch den Tsunami beschädigt. Davon standen bereits 1.300 Modelle zur Ausfuhr in die USA bereit. Vier Werke und Bürogebäude wurden durch das Beben zerstört oder stark in Mitleidenschaft gezogen.

Am Montag wird Toyota eigenen Angaben zufolge alle zwölf Werke in Japan schließen. Ein Unternehmenssprecher teilte mit, dass man zunächst die Sicherheit der Mitarbeiter klären will. Erst dann werde man entscheiden, ob und zu welchem Zeitpunkt die Produktion wieder anlaufen soll. Erst Mitte Februar hatte der weltgrößte Autobauer eine neue Produktionsstätte in Miyagi nahe Sendai in Betrieb genommen. Dort werden etwa 120.000 Fahrzeuge der Modelle Yaris und Corolla vom Band rollen, die zum Großteil für den Export in die USA bestimmt sind.

Die wirtschaftlichen Folgen der Produktionseinstellungen sind derzeit nicht absehbar. Japan ist stark vom Export abhängig. Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile stellen den größten Anteil der Hauptausfuhrgüter dar.