Benteler Logo

Der Automobilzulieferer Benteler wird 1.800 Stellen in Europa streichen. - Bild: Benteler

Das teilte das Familienunternehmen am Mittwoch mit und bestätigte Medienberichte.

Für 2013 sei bestenfalls eine Stagnation zu erwarten. “Auch Benteler kann sich von der allgemeinen Lage der Automobilindustrie nicht entkoppeln”, hieß es von dem Unternehmen mit Sitz in Salzburg und der Deutschland-Zentrale in Paderborn. Man versuche aber, weitestgehend ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen.

Kein Stellenabbau in der Produktion

Stellenabbau solle es nur in sogenannten indirekten Bereichen geben und nicht in der Produktion. Betroffen seien also Verwaltungs- und Zentralfunktionen vom Einkauf bis zur Personalverwaltung, aber auch die Entwicklung. In Deutschland sei der Abbau von 500 Stellen geplant. Paderborn sei mit mehr als 2.000 Mitarbeitern in der Automobiltechnik der größte Standort und bündele die meisten Zentralfunktionen, sagte Konzernsprecherin Gudrun Girnus. Der Stammsitz muss sich demnach offenbar auf tiefe Einschnitte einstellen. Eine Zahl nannte Girnus nicht: Über konkrete Maßnahmen müsse erst mit den Arbeitnehmervertretern gesprochen werden. In den kommenden Wochen werde entschieden.

Die Benteler-Gruppe hatte 2011 einen Umsatz von 7,1 Milliarden Euro (+ 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr), davon 5,5 Milliarden Euro in der Automobilsparte. Der Jahresüberschuss stieg um 22 Prozent auf 97 Millionen Euro. In Deutschland sind rund 10.000 Menschen bei der Benteler Gruppe beschäftigt, davon mehr als 6.000 in Nordrhein-Westfalen. In der Autosparte sind es bundesweit 5.000 Mitarbeiter, davon wesentliche Teile der Verwaltung in Paderborn. Benteler stellt Teile für Karosserie, Fahrwerk und Motoren her. Das Programm soll noch im 1. Quartal 2013 starten. “Über die konkreten Maßnahmen wird in den nächsten Wochen entschieden”, hieß es.

Alle Beiträge zum Stichwort Benteler

dpa/Guido Kruschke