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Der Automobilzulieferer Fehrer schließt sein Werk bei Leipzig. - Bild: Fehrer

Das teilte das Familienunternehmen F.S. Fehrer Automotive am Dienstag in Kitzingen in Bayern mit. In Sachsen sind rund 160 Mitarbeiter betroffen. Außerdem will die Firma bis Ende 2014 rund 400 Arbeitsplätze an seinem Stammsitz in Kitzingen bei Würzburg abbauen.

Ein Zeitpunkt für die Schließung des sächsischen Werkes wurde nicht genannt. Vor knapp zwei Wochen hatte es noch geheißen, dass auf einer Betriebsversammlung am 3. April bekanntgegeben werde, ob das Werk in Markranstädt geschlossen werden solle.

In Kitzingen sollen drei Kaltschaum- und eine Heißschaumanlage geschlossen werden. Erhalten bleibe hier dagegen der Formen- und Anlagenbau mit 130 Mitarbeitern und ebenso – allerdings mit Einschnitten – die zentralen Unternehmensbereiche wie Entwicklung, Vertrieb und Verwaltung, hieß es weiter in der Mitteilung. Die Belegschaft sei hier am Dienstag in einer Mitarbeiterversammlung informiert worden.

Begründet wurden die geplanten Schließungen mit einer unzureichenden Auslastung der deutschen Standorte. Die Schließungen würden künftig eine volle Auslastung der Fehrer-Schäumwerke in Braunschweig und in Wackersdorf ermöglichen.

Das Unternehmen ist Zulieferer von Komponenten für den Fahrzeuginnenraum – von Sitz- und Lehnenschalen über Mittelarmlehnen und Konsolen bis hin zu Schiebehimmeln und Innenraumverkleidungen. Zu den Kunden zählen namhafte Automobilhersteller. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 4.100 Menschen an 21 Standorten in sieben Ländern. Der Jahresumsatz wurde für 2012 mit 470 Millionen Euro angegeben.

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dpa/Guido Kruschke