Automobilzulieferer

Rund zwei Drittel des Geschäfts macht Stabilus mit Kunden aus der Autobranche. Der Umsatz von Gasfedern und Dämpfern wuchs in den letzten Jahren erheblich. - Bild: Bosch

Der Automobilzulieferer Stabilus will das günstige Marktumfeld nutzen und noch im Mai den Gang aufs Parkett wagen. Die Erstnotiz des 1934 gegründeten Unternehmens soll am 23. Mai sein, die Papiere werden ab dem 12. Mai zur Zeichnung angeboten.

Insgesamt will das im Besitz des Finanzinvestors Triton befindliche Unternehmen beim Börsengang bis zu 292 Millionen Euro erlösen. Bis zu 65 Millionen stammen dabei aus einer Kapitalerhöhung und bis zu 226,8 Millionen Euro aus dem Bestand des Investors.

Damit konkretisieren sich die Pläne des Automobilzulieferers überraschend schnell. Ende April hatte es geheißen, dass Triton das Unternehmen “noch in diesem Jahr” an die Börse bringen will.

Die Koblenzer sind eigenen Angaben zufolge Weltmarktführer für Gasfedern und Dämpfer. Rund zwei Drittel des Geschäfts macht Stabilus mit Kunden aus der Autobranche. Der Rest kommt aus einem illustren Kreis von Industrien: Stabilus hat Kunden in der Luftfahrt, der Möbel-, der Marineindustrie und der Medizintechnik. Besonders stark ist Stabilus jedoch in der Autobranche.

Das operative Geschäft des Unternehmens läuft rund: In den zurückliegenden Jahren wuchs der Umsatz des Herstellers von Gasfedern und Dämpfern mit seinen aktuell rund 4.000 Mitarbeitern durchschnittlich um durchschnittlich rund 8 Prozent. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/13 erlöste Stabilus etwa 460 Millionen Euro – gut die Hälfte davon in Europa und ein Drittel in Nordeuropa. Operativ verdiente Stabilus damit vor Steuern und Zinsen rund 59 Millionen Euro.

Der Börsengang von Stabilus könnte der Anfang weiterer IPOs sein. Denn das Marktumfeld verbessert sich zunehmend, zumal die anhaltend niedrigen Zinsen bei Investoren für steigendes Interesse an der Anlageklasse Aktien sorgen. Am Freitag feiert der 3D-Drucker-Hersteller SLM Solutions sein Börsendebüt.

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Dow Jones/Marina Reindl