Whitesell/RUIA in Neuss

Neben dem Werk in Neuss mit 300 Mitarbeitern, das nun geschlossen werden soll, sind bei Whitesell weitere 350 Stellen bedroht. Bild: Google Earth

Das Unternehmen betreibt bundesweit neben Neuss Standorte in Beckingen (Saarland), Neuwied (Rheinland-Pfalz) und Schrozberg (Baden-Württemberg). Entsprechende Gespräche über einen Sozialausgleich seien eingeleitet worden. Vor der Übernahme durch Whitesell zum Jahreswechsel habe RUIA in den vergangenen fünf Jahren bereits zwei Insolvenzverfahren durchlaufen, hieß es. Die IG Metall warf dem US-Unternehmen Missmanagement vor.

RUIA, zu dem auch der ehemalige Schraubenhersteller Boesner in Neuwied-Niederbieber gehört, ist ein Premiumlieferant von Kaltformteilen und CNC-Präzisionskomponenten für Automotive-Hersteller und -Zulieferer sowie für andere Branchen.

Nach Aussagen von Whitesell Germany hat RUIA in letzter Zeit wichtige Kunden verloren. Diese hätten sich bereits vor der Übernahme durch Whitesell gegen eine weitere Zusammenarbeit entschieden. Der Restrukturierungsplan, den Whitesell nun dem Betriebsrat wie auch der Gewerkschaft IG Metall vorgestellt habe, sieht nun den Abbau von mindestens fünfzig Prozent der Belegschaft und die Schließung des Werks in Neuss vor. Insgesamt beschäftigt Whitesell in Deutschland noch 1.300 Mitarbeiter. Da in Neuss 300 Beschäftgte von der Schließung betroffen sind, müssten an den anderen Standorten – unter anderem Neuwied – weitere 350 Stellen abgebaut werden.

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dpa/Andreas Karius