Mit der Pkw-Produktion in Russland (im Bild das Avtovaz-Werk in Togliatti) geht es weiter bergab. Im

Mit der Pkw-Produktion in Russland (im Bild das Avtovaz-Werk in Togliatti) geht es weiter bergab. Im Oktober wurden gerade noch 140.000 Neuwagen gebaut. – Bild: Avtovaz

Die Talfahrt der russischen Autoindustrie hat sich auch im Produktionsektor weiter fortgesetzt. Im Oktober wurden in Putins Riesenreich gerade noch 140.000 Pkw produziert, so aktuelle Zahlen der staatlichen Statistiksbehörde Rosstat. Die russische Autoindustrie leidet schwer unter der grassierenden Wirtschaftskrise. Aufgrund des Absatzeinbruchs, der sich ebenfalls in der Größenordnung nahe 30 Prozent bewegt, hat es im laufenden Jahr immer wieder Produktionsstopps gegeben. General Motors hatte bereits Anfang des Jahres die Reißleine gezogen und Rückzug seiner Volumenmarken Opel und Chevrolet aus dem Markt verkündet. Der lokale Platzhirsch Avtovaz mit der Kernmarke Lada hat ebenso wie VW die Produktions im Oktober stellenweise gestoppt. Vor wenigen Tagen, am 15. November, war bei Ford Sollers in St. Petersburg letzte Schicht. Die Produktion läuft erst am 15. Januar wieder an.

Besserung ist nicht in Sicht. IHS Automotive erwartet für das Gesamtjahr einen Produktionsrückgang von 28,3 Prozent auf nur noch 1,19 Millionen Einheiten. Eine schnelle Erholung sei nicht zu erwarten. Erst 2020 dürfte sich das Produktionsvolumen wieder dem früheren Niveau von 1,9 Millionen Einheiten annähern.

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Frank Volk