VDA-Präsidentin Hildegard Müller

"Politik, Unternehmen und Gewerkschaften müssen jetzt gemeinsam alles tun, um eine Verlagerung der Produktion aus Deutschland und weiteren Stellenabbau infolge von Corona zu verhindern", kommentierte VDA-Präsidentin Hildegard Müller das Umfrageergebnis. Bild: VDA

| von Roswitha Maier

Das ist Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) unter seinen Mitgliedsunternehmen aus der zweiten Juli-Hälfte, die dem Handelsblatt vorliegt. "Politik, Unternehmen und Gewerkschaften müssen jetzt gemeinsam alles tun, um eine Verlagerung der Produktion aus Deutschland und weiteren Stellenabbau infolge von Corona zu verhindern", kommentierte VDA-Präsidentin Hildegard Müller das Umfrageergebnis gegenüber dem Handelsblatt. Der Verband unterstütze Überlegungen aus der Politik, verschiedene Hilfsmaßnahmen zu verlängern, wie zum Beispiel das Kurzarbeitergeld.

Etwa ein Zehntel der befragten Zulieferer schätzt die Zukunftsaussichten noch deutlich schlechter als der Durchschnitt ein und rechnet damit, dass sich das Auslastungsniveau aus der Zeit vor Corona überhaupt nicht mehr erreichen lässt. Auch wenn die Maßnahmen der Politik zur Stützung der Unternehmen Wirkung zeigten, bleibe der Anpassungsdruck hoch, ergänzte Müller.

Etwa 60 Prozent der Firmen gaben an, dass sie wegen der Pandemie und deren Folgen einen zusätzlichen Personalabbau planen. Rund die Hälfte dieser Unternehmen kalkuliert damit, dass zwischen fünf und zehn Prozent der Mitarbeiter gehen müssen. Bei einem Drittel der befragten Zulieferer gibt es Pläne, künftig auf mehr als zehn Prozent der eigenen Beschäftigten zu verzichten.

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