Wolfgang Krause SHW

Wolfgang Krause: SHW reagiert auf die momentanen Unsicherheiten an den internationalen Kapitalmärkten. - Bild: SHW

Die Zeichnungsfrist, die ursprünglich am 29. Juni enden sollte, laufe nun bis zum 6. Juli, teilte das Unternehmen am Dienstag in Aalen (Ostalbkreis) mit. “Damit reagiert die SHW AG auf die mit der Griechenlandkrise verbundenen momentanen Unsicherheiten an den internationalen Kapitalmärkten”, hieß es.

Die angebotenen Aktien stammen vor allem aus dem Besitz der SHW Holding, die derzeit einen Anteil von rund 94 Prozent hält. Im Rahmen des Börsengangs würde sich dieser bei Ausübung der Mehrzuteilung auf rund 46 Prozent verringern. Insgesamt werden gut 2,6 Millionen Aktien angeboten. Zudem können weitere knapp 400.000 Aktien zugeteilt werden.

Der Hersteller von Pumpen, Motorkomponenten und Bremsscheiben hatte früheren Medienberichten zufolge bereits vor Ostern an die Börse gehen wollen – der Termin war aber vor allem wegen der Naturkatastrophe in Japan verschoben worden. Mit dem Börsengang will der Finanzinvestor Nordwind seinen Ausstieg bei SHW einleiten. Der Autozulieferer selbst bekommt nichts von den 88 Millionen Euro, die die zum Verkauf stehenden Aktien einbringen sollen.

Das Unternehmen in Aalen, das auf die Schwäbischen Hüttenwerke zurückgeht, hatte im ersten Quartal 2011 einen Umsatz von rund 88,5 Millionen Euro erzielt, 31 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

dpa/Guido Kruschke