Mit dem Lada X-Ray (hier das Concept-Car) will Avtovaz-Chef Andersson in Metropolen punkten. Bild:

Mit dem Lada X-Ray (hier das Concept-Car) will Avtovaz-Chef Andersson in Metropolen punkten. Bild: Avtovaz

Wie für alle Marken läuft es auch für den russischen Marktführer Lada schlecht. Zwar profitierte die Massenmarke vom Förderprogramm der russischen Regierung mit am stärksten und liegt mit einem Minus von 27 Prozent im ersten Halbjahr deutlich besser als der Gesamtmarkt, der um 36 Prozent abstürzte. Gleichwohl sieht IHS Automotive die Avtovaz-Kernmarke im Gesamtjahr 2015 bei lediglich 293.000 verkauften Einheiten. Das wäre das schlechteste Ergebnis seit 20 Jahren.

In diese Phase fällt nun der Launch der komplett neu entwickelten Modelle Vesta und X-Ray. Mit dem X-Ray wagen sich die Russen auf das Feld der SUV-Crossover vor. Von dem für Lada-Verhältnisse extrem modern designten Fahrezeug, aber auch vom Vesta, erhofft sich Bo Andersson eine Attraktivitätssteigerung im großstädtischen Raum, wie er Automotive News sagte. Lada ist in Russland die Marke der ärmeren, ländlichen Bevölkerung. Das spiegelt sich in den Marktanteilen wieder. Komme man in manchen Regionen auf einen Anteil von 60 Prozent, läge dieser in Moskau beim Neuwagenkauf bei vier, in St. Petersburg bei 6 Prozent. Mit den neuen Modelle peilt Andersson nun bis zu 20 Prozent in den Metropolregionen an, so Unternehmenschef gegenüber dem Fachblatt.

Die Marktexperten von IHS Automotive sind etwas zurückhaltender. Auch sie bescheinigen X-Rax und Vesta hohe Bedeutung für Modellpolitik, Image und die Wachstumsaussichten von Lada. Nach ihrer Einschätzung werde aber auch mit diesen Fahrzeugen der Absatz im kommenden Jahr nicht auf mehr als 330.000 Einheiten wachsen.

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fv