BAIC Daimler

BAIC und Daimler sind schon lange Partner. Hier feiern Xu Heyi, Vorstandsvorsitzender BAIC Group und Hubertus Troska, Vorstandsmitglied der Daimler AG für China, im Jahr 2013 den zehnten Jahrestag der strategischen Partnerschaft. Bild: Daimler

Wie das Unternehmen mitteilte, kauft die Gesellschaft einen Anteil von 35 Prozent der Fujian Benz Automotive, die Pkw und Nutzfahrzeuge etwa der Mercedes-Marken Viano und Sprinter herstellt. Verkäufer ist die Fujian Motor Industry Group, deren Anteil an Fujian Benz damit auf 15 Prozent schrumpft. Ein Preis wurde nicht genannt, wie Dow Jones Newswires berichtet.

Fujian Benz wurde 2007 gegründet. An dem Joint Venture sind bislang die Fujian Motor Industry Group und die Hong Kong Daimler Vans Limited, die wiederum ein Gemeinschaftsunternehmen von Daimler und der Taiwan China Motor Corporation ist, zu jeweils 50 Prozent beteiligt. Das Grundkapital des Joint Ventures beträgt 287 Millionen Euro.

Bereits im vergangenen Sommer kündigte BAIC an, groß bei Daimler einsteigen zu wollen. Der Chef des Daimler-Joint-Venture-Partners Beijing Automotive (BAIC) in Peking, Xu Heyi, plauderte das Vorhaben höchstpersönlich aus. Gegenüber der Zeitung Beijing Times sagte er, dass sein Konzern einer der größten Anteilseigner bei den Stuttgartern werden wolle.

Daimler begrüßte damals das Vorhaben: "Wir freuen uns grundsätzlich immer über langfristig orientierte Investoren", sagte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Im Gegensatz zu VW und BMW verfügen die Stuttgarter nicht über einen Mehrheitsaktionär.

Die größten Anteilseigner sind der französische Autobauer Renault und sein Partner Nissan mit 3,1 Prozent sowie das Emirat Kuwait mit 6,8 Prozent. Der Rest liegt bei institutionellen und privaten Anlegern und ist breit gestreut.