MAN Fahnen

Der VW-Mutterkonzern will MAN zu einem Nutzfahrzeughersteller im Bereich Elektro- und Wasserstoffantriebe machen. Im Zuge dieser Neuausrichtung sollen 9.500 der rund 36.000 Stellen gestrichen werden. Bild: MAN

| von Roswitha Maier

Die Pläne zur Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Polen und in die Türkei zeigten, dass Deutschland die steuerlichen Rahmenbedingungen der Unternehmen dringend verbessern müsse. Hilfsmaßnahme Nummer Eins aber wäre ein Programm zur Erneuerung der Lkw-Flotte durch den Bund, auf das er seit Monaten dringe. Bayern fördere bereits den Wasserstoffantrieb für Lastwagen und Busse, „um sich in diesem Technologiebereich an die Spitze zu setzen und wieder neue Produkte für den Markt zu schaffen und damit Arbeitsplätze zu sichern“.

Die Probleme bei MAN wie die Auftragsschwäche und unbefriedigende Betriebsergebnisse hätten sich schon länger abgezeichnet. Er sei erneut im Gespräch mit der Unternehmensführung, um einen übermäßigen Abbau zu verhindern, sagte der Minister. Wenn Arbeitsplätze abgebaut werden müssten, müsse das sozialverträglich geschehen.

Unter dem Druck der EU-Klimavorgaben will der VW-Mutterkonzern MAN zu einem der „führenden Nutzfahrzeughersteller im Bereich Elektro- und Wasserstoffantriebe“ machen. Im Zuge der Neuausrichtung sollen 9.500 der rund 36.000 Stellen gestrichen werden. Die Werke im österreichischen Steyr, wo 2.200 Mitarbeiter leichte und mittelschwere Lastwagen bauen, sowie die Werke im sächsischen Plauen und in Wittlich in der Eifel mit zusammen 220 Mitarbeitern stehen vor dem Aus.

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