Bertrandt Kunde VW

Auch Volkswagen zählt zu den Kunden des Ingenieurdienstleisters Bertrandt aus Ehningen. - Bild: VW

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2010/2011 kletterte der Umsatz um knapp 38 Prozent auf 267,8 Millionen Euro, wie Bertrandt am Mittwoch in Ehningen mitteilte. Auch der Jobmotor läuft bei den Schwaben auf Hochtouren: Zum Stichtag Ende März arbeiteten 7.592 Menschen an weltweit 36 Standorten bei Bertrandt – und damit 1.843 mehr als im Vorjahr. Nach wie vor würden neue Mitarbeiter gesucht.

Unterm Strich verdiente der Autozulieferer 19,9 Millionen Euro, 30,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das im S-Dax notierte Unternehmen mitteilte. Alle Sparten verzeichneten einen deutlichen Anstieg der Geschäftstätigkeit. Die Investitionen stiegen nach der Zurückhaltung im Vorjahr deutlich auf 11,1 Millionen Euro. Angesichts der starken Autokonjunktur sieht das Unternehmen optimistisch in die Zukunft.

Denn die Autobauer investieren nach der Krise verstärkt in neue Technologien und lassen sich bei der Fülle von Projekten auch von externen Partnern unter die Arme greifen. Davon profitiert Bertrandt massiv. Das Unternehmen entwickelt für Autohersteller einzelne Komponenten, aber auch Module und Systeme sowie sogar komplette Fahrzeuge. Zu den Kunden zählen Schwergewichte der Branche wie der VW-Konzern, Daimler, BMW, Porsche, Opel und Ford.

Zwar erzielt Bertrandt mit 90 Prozent den Löwenanteil seiner Erlöse im Geschäft mit der Autobranche. Das Unternehmen übernimmt aber auch Entwicklungs- und Konstruktionsaufgaben für die Luftfahrtindustrie. Weitere Kunden kommen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, die Solarbranche, der IT-Industrie und der Pharmabranche.

Anteilseigner von Bertrandt sind neben Management und Mitarbeitern (13,88 Prozent) der Autobauer Porsche (25,01 Prozent), der Autozulieferer Boysen (14,9 Prozent) sowie die Landesbank Baden-Württemberg (5,29 Prozent). Der Rest der Anteile ist im Streubesitz.

dpa-AFX/Guido Kruschke