Komplexer wird der Fall, wenn etwa die Stoßfänger in Wagenfarbe lackiert sind, aber auch auf einem anderen Material exakt derselbe Farbton getroffen werden muss. Zur Kür wird die Aufgabe durch den Umstand, dass unterschiedliche Teile von verschiedenen Zulieferern aus aller Welt kommen, am Ende aber alles zusammenpassen muss. Noch filigraner wird es im Interieur. So sind in der Instrumententafel der aktuellen S-Klasse elf verschiedene Materialien verarbeitet. Alle müssen dem Farbvergleich zum Grundmuster standhalten – von der durchgefärbten Ziernaht über die Defrosterdüse bis zur Maserung des Wurzelholzes. Ob es passt, entscheiden am Ende Künzler und Kollegen. Dabei geht es zu wie einst in der Schule. Es gibt ein Notensystem von 0 bis 5. Bei der Einstufung 0 bis 3 erfolgt eine Freigabe, bei 3,5 bis 4,5 wird für den Zulieferer Nacharbeit fällig, bei 5 gibt es keine Freigabe.

Wie oft das Urteil „durchgefallen“ lautet, bleibt in den Mauern des GEPC. Da die Qualitätsanforderungen aber eindeutig definiert seien, komme es relativ selten vor, dass ein Lieferant komplett die Ansprüche verfehlt. Pardon gibt es nicht. Für Zehender ist die Qualitätssicherung zentrales Element, um Spitzenqualität zu erreichen und zu halten. Dafür tun die Schwaben mehr als alle anderen. Und in Zukunft noch mehr. Gerade im Zusammenhang mit den CASE-Themen werde man weitere Qualitätsingenieure an Bord holen, sagt Zehender.

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