Neuwagen

79 von 100 Personen wollen laut der McKinsey-Umfrage ein neues Auto kaufen. Anfang April waren es noch 58 Prozent. Bild: Volkswagen

| von Roswitha Maier

Von 100 Personen, die vor der Covid-19-Pandemie ein neues Auto kaufen wollten, verfolgten derzeit 79 weiterhin diesen Plan, ergab eine Befragung durch die Unternehmensberatung McKinsey. Anfang April hatten nur 58 Prozent der Kaufinteressenten ihren Plan zum Erwerb eines neuen Autos weiterverfolgt, Mitte April waren es 68 Prozent. 

44 Prozent der Befragten sähen noch keine Rabatte, die über das Vorkrisenniveau herausgehen, hieß es. Haushalte mit niedrigerem Einkommen haben ihre Kaufentscheidung demnach eher zurückgestellt als solche mit höheren Einkommen. Leasing als Finanzierungsoption werde nun eher in Erwägung gezogen als vor der Krise: Demnach denken 26 Prozent der Interessenten darüber nach, ein Plus von neun Prozentpunkten. 

Auch in anderen Ländern nahm die Kaufbereitschaft zuletzt wieder zu. In Italien halten demnach 75 Prozent der ursprünglichen Interessenten einen Autokauf für wahrscheinlich, dort waren es Mitte April nur 48 Prozent. In Frankreich sind es nun 89 Prozent, ein Plus von 35 Punkten im Vergleich zum Vormonatszeitpunkt. Beide Länder sind besonders stark von der Pandemie betroffen, Frankreich hatte zuletzt weitreichende Lockerungen der Corona-Beschränkungen angekündigt. In Großbritannien - offiziellen Statistiken zufolge das Land mit der höchsten Zahl an Todesfällen im Zusammenhang mit Corona in Europa - ging die Kaufbereitschaft indes zuletzt noch weiter zurück, von 64 auf 60 Prozent.