Dietmar Bichler

Dietmar Bichler: "Dank seiner breiten Aufstellung schafft es Bertrandt, sich gegen die Schwäche am europäischen Automarkt zu stemmen und weiter zu wachsen." - Bild: Bertrandt

Fachkräfte mit Berufserfahrung seien genauso gefragt wie Ingenieure, Techniker und Logistiker, die direkt von der Universität kommen. Bertrandt hatte schon im vergangenen Jahr seine Belegschaft auf 10.499 Mitarbeiter aufgestockt. Seit Juni 2012 waren damit fast 1.000 Beschäftigte hinzugekommen.

Dank seiner breiten Aufstellung schafft es der Autodienstleister, sich gegen die Schwäche am europäischen Automarkt zu stemmen und weiter zu wachsen. Bertrandt entwickelt Komponenten für fast alle europäischen Hersteller. Unter anderem ist der Zulieferer an der Karosserie von Mercedes’ B-Klasse und der Innenausstattung des BMW 6er Cabrio beteiligt.

Unternehmen wächst trotz schwierigen Automarkts weiter

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012/2013 stiegen die Umsätze um 10,1 Prozent auf 570,2 Millionen Euro, wie Bertrandt mitteilte. Angesichts der geplanten strengeren CO2-Grenzwerte feilen die Autohersteller an neuen, umweltfreundlichen Antriebstechnologien. Davon profitiere Bertrandt, sagte Firmenchef Dietmar Bichler. Trotzdem schwächte sich das Wachstum ab. Vor einem Jahr hatte Bertrandt seine Erlöse noch um fast ein Drittel steigern können.

Auch die Gewinnsteigerung fiel deutlich flacher aus als in den Vorjahren. Unterm Strich verdiente Bertrandt 39,2 Millionen Euro nach 37,1 Millionen Euro im Vorjahr. Auch seine Investitionen schraubte der Technologiedienstleister zurück auf 23,6 Millionen Euro nach 31,3 Millionen Euro im Vorjahr. Nach dem Rekordlevel im vergangenen Geschäftsjahr bewege sich Bertrandt damit nach eigener Einschätzung immer noch auf “gutem Niveau”, sagte eine Sprecherin. Nach dem Bau des Batterietestzentrums in Ehningen habe Bertrandt dieses Jahr unter anderem in ein Kompetenzzentrum in Wolfsburg investiert.

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dpa/Guido Kruschke