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Im Kern geht es bei den Verhandlungen um die Frage, ob und in welchem Umfang Daimler den Antriebsstrang für seine Elektroautos künftig selbst baut oder von Zulieferern bezieht. Der Betriebsrat will die Fertigung unbedingt nach Untertürkheim holen. Bild: Daimler

Die Verhandlungen um die künftige Rolle des Daimler-Stammwerks Untertürkheim gestalten sich aus Sicht des Betriebsrats ausgesprochen schwierig. Am Donnerstag (7. November 2019) kritisierten die Arbeitnehmervertreter das Verhalten der Unternehmensseite. "Seit Jahren gehen wir die notwendigen Schritte, um den Transformationsprozess an unserem Standort zu gestalten und die E-Mobilität zu uns zu holen", sagte der Untertürkheimer Betriebsratschef Michael Häberle. Was die Werkleitung nun aber an Forderungen in Sachen Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit vorlege, sei nicht nachvollziehbar.

Im Kern geht es bei den Verhandlungen um die Frage, ob und in welchem Umfang Daimler den Antriebsstrang für seine Elektroautos künftig selbst baut oder von Zulieferern bezieht. Der Betriebsrat will die Fertigung unbedingt nach Untertürkheim holen. "Es wäre ein großer Fehler, die Entscheidungen über die eigene Zukunftsfähigkeit und die der deutschen Standorte von der augenblicklichen wirtschaftlichen Situation abhängig zu machen", warnte Häberle. Am Mittwoch (6. November 2019) hatte sich schon der Gesamtbetriebsrat ausdrücklich hinter die Arbeitnehmervertreter in Untertürkheim gestellt. Daimler selbst wollte den aktuellen Stand der Verhandlungen nicht kommentieren.