Ferdinand Piech breit

Was sind die Beweggründe für Piëchs Bruch mit Winterkorn? Der Biograf des VW-Patriarchen sieht er fachliche denn persönliche Gründe – Bild: Archiv/dpa

Viel wird derzeit darüber spekuliert, was wohl auslösendes Moment für den öffentlich vollzogenen Bruch zwischen Ferdinand Piëch und VW-Chef Martin Winterkorn war, zahlreiche Medien versteigen sich darin, den Machtkampf bei VW zum Machtkampf der Familien Porsche und Piëch zu stilisieren und /oder zur persönlichen Sache zweier Alphatiere. Der Österreicher Wolfgang Fürweger, der den VW-Patriarch so gut kennt wie wohl kaum ein anderer, sieht das anders. Statt persönlicher Gründe hält Fürweger Probleme bei der Hausmarke VW Pkw für den wesentlichen Grund. “Es ist schon ein bisschen Stillstand eingetreten”, sagte er.

Die Kernmarke rund um Golf und Passat kann in den USA nicht mit der Konkurrenz mithalten, bei der Stärkung der Rendite kommt Winterkorn seit Jahren nicht voran, die Umsetzung der modularen Plattformstrategie befindet sich in einer kritischen Phase. Fürwegers Vermutung: “Vielleicht vermisst Piëch bei Winterkorn die Fähigkeit, einen strategischen Weitblick in die Realität umsetzen zu können.” Das nicht nur mit Blick auf die

Piëch ist Großaktionär und Aufsichtsratschef bei VW. Winterkorn gilt als sein “Ziehsohn” – und wurde als Nachfolger Piëchs an der Spitze des Aufsichtsrates gehandelt. Doch der Patriarch (77) entzog Winterkorn (67) öffentlich das Vertrauen. Dem “Spiegel” sagte Piëch: “Ich bin auf Distanz zu Winterkorn”

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fv