Pilotprojekt Cobalt for Development

Das „Cobalt for Development“ Projektteam besucht gemeinsam mit dem Minenminister Jean-Marie Tshizainga Sanama Popa eine artisanale Mine in Kolwezi, DR Kongo. Bild: BMW, BASF, Samsung

| von Götz Fuchslocher

Bei der Herstellung von Batterien für elektronische Geräte und Elektrofahrzeuge ist Kobalt eine Schlüsselkomponente. Der größte Teil der globalen Kobaltreserven und -produktion befindet sich im Süden der DR Kongo. Wie die Unternehmen aus der Elektronik-, Automobil- und Chemieindustrie in einer Pressemitteilung ankündigen, haben sie die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, ein weltweit tätiges Bundesunternehmen im Bereich der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung, beauftragt, über eine Laufzeit von drei Jahren zu testen, wie die Lebens- und Arbeitsbedingungen in einer Kobaltmine im Kleinstbergbau und in den umliegenden Gemeinden verbessert werden können. Wie die beauftragenden Unternehmen mitteilen, werden sie nicht Betreiber der Mine sein. Zur Erprobung des Ansatzes haben die Projektteilnehmer zusammen mit den Behörden der Provinz Lualaba eine legale Kleinstmine in der Nähe von Kolwezi ausgewählt.

Die Zusammenarbeit mit Partnern entlang der Wertschöpfungskette treibe Veränderungen voran und erhöhe die Wirkung auf allen Produktionsstufen, sagt Hans-Ulrich Engel, Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BASF SE. Andreas Wendt, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Einkauf und Lieferantennetzwerk: „Wenn das Projekt erfolgreich ist, können die Ansätze langfristig auf andere kleine, nicht-industrielle Minen übertragen werden.“ Wie die Unternehmen mitteilen, werde sich das Pilotprojekt in den kommenden Monaten auf die Analyse von Arbeits- und Umweltrisiken konzentrieren, um verantwortungsvolle Bergbaupraktiken zu entwickeln und umzusetzen. Dabei sollen lokale Partner wie die Kooperativen des Kleinstbergbaus mitwirken. Wie die Unternehmen mitteilen, sollen die Fortschritte von „Cobalt for Development“ regelmäßig intern und von einem Komitee lokaler Vertreter bewertet werden, um den Projektansatz kontinuierlich zu verbessern. Für das „Cobalt for Development“-Projekt arbeitet GIZ mit IMPACT zusammen, einer internationalen Nichtregierungsorganisation, spezialisiert auf die Verbesserung der Steuerung natürlicher Ressourcen, und mit der Good Shepherd International Foundation/Bon Pasteur, einer Organisation mit langjähriger Erfahrung in der Gemeindeentwicklung in der Region.

Beim offiziellen Auftakt von „Cobalt for Development“ trafen finanzierende Unternehmen den Gouverneur von Lualaba Richard Muyej Mangeze Mans und den Staatssekretär des Nationalen Bergbauministeriums Joseph Ikoli Yombo Y’Apeke. Auch Vertreter der Zivilgesellschaft und der Wirtschaft nahmen an der Veranstaltung in Kolwezi teil.