BMW Zentrale München

Auch der Premiumautobauer BMW bekommt die Krise in Europa zu spüren. - Bild: BMW Group

Im ersten Quartal dürfte der Gewinn der Münchener nach Schätzungen von Analysten trotz gestiegener Verkäufe und Einnahmen ein ganzes Stück geschrumpft sein.

Neben dem schwierigen Marktumfeld in Europa machen Herstellern von Oberklassewagen massive Investitionen in neue Produkte, Werke und Technologien das Leben mittlerweile schwer. Im Vergleich zu Volumenherstellern, die wegen sinkender Verkäufe und massiver Überkapazitäten teilweise tiefrote Zahlen schreiben, stehen die Konkurrenten aus dem Premiumsegment aber weiter relativ gut da.

Rekordverkäufe und sinkender Gewinn

BMW beispielsweise schaffte auch zwischen Januar und März erneut Rekordverkäufe: Weltweit entschieden sich 448.200 Kunden für einen BMW, einen Mini oder einen Rolls-Royce – ein Plus von 5,3 Prozent. Deutliche Zuwächse gab es erneut vor allem in Asien und Amerika.

Gewinneinbußen mussten zum Jahresauftakt 2013 auch BMWs Rivalen Audi und Mercedes-Benz hinnehmen. Die Daimler-Tochter musste im ersten Quartal einen um fast zwei Drittel gesunkenes operatives Ergebnis verkraften, womit die Marge auf gerade noch 3,3 Prozent zusammenschmolz.

In Sachen Rendite im Automobilgeschäft geben die bayerischen Konzerne damit weiter deutlich den Ton an: Audi schaffte gut elf Prozent, auch bei BMW erwarten Analysten am Donnerstag einen prozentual zweistelligen Wert.

Jahresprognose scheint nicht in Gefahr

Die Jahresprognose sehen Branchenexperten bei BMW bei Bekanntgabe der Erstquartalszahlen am Donnerstag nicht gefährdet. Der Branchenprimus erwartet 2013 ein Absatzplus sowie ein Vorsteuerergebnis in der Größenordnung des Vorjahres von gut 7,8 Milliarden Euro. Die Rendite im Automobilgeschäft soll im langfristigen Zielkorridor von acht bis zehn Prozent liegen.

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Dow Jones Newswires/Guido Kruschke