Norbert Reithofer

BMW-Chef Norbert Reithofer stellt eine Absatzsteigerung auf deutlich mehr als 1,5 Millionen Wagen in Aussicht. - Bild: BMW

Im direkten Vergleich der sogenannten Premiumhersteller liegt besonderes Augenmerk auf der aus dem laufenden Autogeschäft erzielten Rendite. Und da führt bislang Audi mit überragenden 10,6 Prozent, den der Anteil des operativen Gewinns am Umsatz ausmacht. Daimler erzielte in der Personenwagensparte 9,3 Prozent. Der gesamten VW-Konzern, der auch preisgünstigere Marken wie Skoda und Seat unter seinem Dach vereint, kam auf beachtliche 7,8 Prozent. Nach Ansicht der elf von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Analysten dürfte BMW Audi mit 10,3 Prozent dicht auf den Fersen folgen.

Im Schnitt rechnen die Experten für die ersten drei Monate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Umsatzzuwachs von knapp einem Viertel auf 15,5 Milliarden Euro. Weil BMW-Kunden vor allem bei den Fahrzeugen am oberen Ende der Modellpalette zugriffen, dürfte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) überproportional auf 1,6 Milliarden Euro zugelegt haben. Im Vorjahr stand lediglich ein operatives Ergebnis von 449 Millionen Euro zu Buche. Unter dem Strich erwarten die Experten gut 1 Milliarde Euro nach 324 Millionen Euro im Vorjahr.

Für das Gesamtjahr stellt BMW-Chef Norbert Reithofer bisher eine Absatzsteigerung auf deutlich mehr als 1,5 Millionen Wagen in Aussicht mit neuen Bestmarken bei allen drei Marken, BMW, Mini und Rolls-Royce. Analyst Marc-Rene Tonn von M.M. Warburg traut den Bayern sogar einen Absatz von mehr als 1,6 Millionen Fahrzeugen zu. Das erste Quartal hatte BMW mit einem Verkaufsrekord abgeschlossen. Insgesamt wurden mit knapp 383.000 Wagen gut ein Fünftel mehr verkauft als ein Jahr zuvor.

Als weitere Themen, zu denen das BMW-Management am Mittwoch Stellung nehmen dürfte, nennt Philippe Houchois von der UBS mögliche Auswirkungen des Erdbebens in Japan auf die Lieferkette, Angaben zur Auslastung der Werke und wie stark sich Währungsschwankungen und steigende Rohstoffpreise auf das Geschäft auswirken. Zum Ausgleich für die Preis- und Wechselkursschwankungen schließen die Unternehmen jedoch entsprechende Absicherungsgeschäfte ab.

dpa-AFX/Guido Kruschke