Batteriezellen von CATL

Auch BMW verbaut in seinen elektrifizierten Fahrzeugen Batteriezellen von CATL. Die asiatischen Hersteller sind bei der Entwicklung von Lithium-Ionen-Zellen weit enteilt. Bild: BMW

| von Stefan Grundhoff

Die deutsche und die europäische Industrie haben die Batterieentwicklung für Hybrid- und Elektrofahrzeuge weitgehend verschlafen. Diesen Vorsprung nun noch aufzuholen, scheint unwahrscheinlich. „Es macht keinen Sinn, der heutigen Technologie nachzujagen“, sagt BMW Betriebsrat Peter Cammerer. Stattdessen sollte man sich auf die „Post-Lithium-Ära" vorbereiten, indem die deutsche Industrie ihre gemeinsamen Anstrengungen auf vielversprechende Natrium- oder Magnesium-Ionen-Batterietechnologien konzentriere.

Zulieferer Bosch stimmt dieser Einschätzung zu und verzichtet auf den Bau von Lithium-Ionen-Batteriezellen. Das Unternehmen hatte jüngst eine Studie durchgeführt, wonach bis 2030 20 Milliarden Euro investiert werden müssten, um ein Fünftel des europäischen Marktes zu erobern.

Vor wenigen Tagen hat der chinesischen Batteriehersteller Contemporary Amperex Technology Ltd. (CATL) seine Pläne für eine neue Batterieproduktion in Thüringen veröffentlicht. BMW hatte bereits zuvor einen Vertrag mit CATL im Wert von 1,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, um Zellen für seine wachsende Palette an Elektrofahrzeugen zu produzieren. CATL beliefert neben BMW zudem andere deutsche Automobilhersteller wie Daimler und Volkswagen.