BMW_Batterieproduktion_China

Erst vor einem halben Jahr eröffnete BMW Brilliance seine Batteriefabrik in Dadong. Jetzt wurde bereits der Grundstein für die Erweiterung gelegt. Bild: BMW

| von Frank Volk

Dass BMW nur ein halbes Jahr nach Eröffnung der Batteriefertigung in Dadong bereits den Grundstein für die Erweiterung dieses Werks legt, unterstreicht, wie hoch der Druck auf dem Kessel in Sachen Elektromobilität in China ist. 

Im „High-Voltage Battery Centre Phase II“ wird BMW Brilliance Automotive (BBA) künftig die neuen, leistungsfähigeren Batterien der fünften Generation BMW eDrive Technologie für den vollelektrischen BMW iX3 produzieren. Der BMW iX3 läuft ab 2020 im benachbarten BBA Werk Dadong vom Band. Die rein elektrische Variante des X3 war erst vor wenigen Wochen in China enrhüllt worden 

Oliver Zipse, Produktionschef der Münchner, sagte in Dadong: „Wir legen heute den Grundstein für die nächste Stufe unserer Modelloffensive in der Elektromobilität. Wir erhöhen hierfür die Kapazität unserer lokalen Batterieproduktion und können damit der steigenden Nachfrage nach E-Mobilität in China nachkommen.“

 

China ist der größte Einzelmarkt der BMW Group und weltweiter Taktgeber in der E-Mobilität. Mit sechs elektrifizierten Fahrzeugen reklamieren die Münchner aktuell das größte Modellangebot im Premiumsegment für sich. 2017 konnte der Autobauer in China den Absatz von elektrifizierten Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahr verdoppeln und rechnet mit einem weiteren Wachstum auch in diesem Jahr. Anfang des Jahres lief die Produktion des neuen BMW 5er Plug-in Hybrid im BBA Werk Dadong an. 

Bei der Grundsteinlegung für die Erweiterung der Batteriefabrik ging Zipse auch auf die produktionstechnischen Neuerungen bei BMW ein: „Entscheidend ist für uns die Auslastung unserer Werke. Deshalb gestalten wir das Produktionssystem so, dass wir künftig Modelle mit einem vollelektrischen Antrieb, einem teilelektrischen Antrieb oder einem Verbrennungsmotor auf dem gleichen Band fertigen können.“

Zudem werden künftig zwei flexible, weiterentwickelte Fahrzeugarchitekturen für alle Antriebsformen geeignet sein und die Komplexität in der Produktion reduzieren. Damit erreiche BMW eine größtmögliche Flexibilität in der Produktion und kann – je nach Kundennachfrage – schnell auf die weltweiten Marktanforderungen reagieren. Gleichzeitig sei die Auslastung der Produktion sichergestellt, hohe Investitionen würden vermieden und Arbeitsplätze zukunftssicher gemacht.

 

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